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29.09.2020 | Streptokokken | Leitthema | Ausgabe 12/2020

HNO 12/2020

Das Mikrobiom bei Kopf-Hals-Tumoren – erste Erkenntnisse und Ausblick

Zeitschrift:
HNO > Ausgabe 12/2020
Autoren:
Univ.-Prof. Dr. S. Lang, S. Brandau, J. R. Marchesi, J. Jablonska, D. Thurnher, S. Mattheis, J. Buer, T. Hussain

Zusammenfassung

Die Anwendung neuer molekularbiologischer Techniken hat in den letzten Jahren zu einem deutlichen Erkenntnisgewinn hinsichtlich der Komposition des humanen Mikrobioms geführt. So lassen sich sowohl inter- als auch intraindividuelle Unterschiede nachweisen, welche teils mit dem Auftreten bestimmter Krankheiten korrelieren. Für einige sog. Onkomikroben wurde ein direkter Zusammenhang zwischen deren Einflussnahme auf den Wirtsorganismus und der Karzinogenese nachgewiesen, vorwiegend bei gastrointestinalen Tumoren. Erste Erkenntnisse zur Komposition der lokalen Mikrobiota bei Kopf-Hals-Tumoren belegen, dass bestimmte Bakterienstämme im Tumormilieu sowohl inter- als auch intraindividuell über- sowie unterrepräsentiert sind. Eigene Untersuchungen bestätigen dies und zeigen u. a. eine relativ vermehrte Besiedlung mit Fusobakterien und eine relativ verminderte Kolonisierung mit Streptokokken im Tumorgewebe. Die bisher vorliegenden Daten weisen jedoch noch eine große inter- und intraindividuelle Schwankungsbreite auf, sodass mehr Patienten in die Studie inkludiert werden.

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