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Studie zur Patient Journey deckt Verbesserungspotenzial auf

  • 11.11.2025
  • Online-Artikel

Um die Behandlungsergebnisse bei Menschen mit einer atopischen Dermatitis (AD) zu steigern, gilt es, das Potenzial eines verbesserten umfassenden Krankheitsmanagements zu nutzen. Dies unterstreicht eine in Deutschland durchgeführte Studie, die die Inanspruchnahme medizinischer Behandlungen und das proaktive Gesundheitsverhalten von AD-Betroffenen im Laufe des langen Krankheitsweges untersuchte.

Die atopische Dermatitis (AD) ist eine komplexe, heterogene Hauterkrankung, die alle Altersgruppen betreffen und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten erheblich beeinträchtigen kann. Dabei können die Erfahrungen, die die Betroffenen mit ihrer Erkrankung machen, sehr unterschiedlich sein. Da das Verständnis der individuellen Erfahrung im Gesundheitssystem für die Verbesserung der Behandlungsergebnisse entscheidend ist, wurde von Juni 2021 bis Februar 2022 eine Querschnittsstudie durchgeführt.

AD: Erheblicher Einfluss auf die Lebensqualität

Die Studie schloss 276 Teilnehmende ein, die in Hautarztpraxen, einem Universitätsklinikum und über Online-Plattformen rekrutiert worden waren. Die überwiegend weiblichen Teilnehmenden (62,3 %) waren im Median 46,3 ± 18,4 Jahre alt und seit mehr als 25 Jahren von der systemischen Hauterkrankung betroffen (26,9 ± 17,5 Jahre). Der mediane DLQ (Dermatology Life Quality Index)-Index lag bei 10,0 ± 5,6 – d.h. die atopische Dermatitis hatte einen mittelschweren bis schweren Einfluss auf die Lebensqualität.

Diagnose durch Dermatolog*innen

Die meisten Betroffenen hatten sich mit ihren Hautproblemen zunächst an Hausärztin/Hausarzt gewandt, die Diagnose AD wurde dann bei der Mehrzahl der Patientinnen und Patienten (57,6%) in einer dermatologischen Praxis gestellt. Die Zeit von den ersten Symptomen bis zur Diagnose betrug im Median sechs Monate.

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Unzufriedenheit oft Grund für Arztwechsel

Rund 47,1 % der Teilnehmenden befanden sich zur Zeit der Befragung in Behandlung bei einer Dermatologin/einem Dermatologen und suchten die Praxis durchschnittlich 4,5 Mal pro Jahr auf. 191 Teilnehmende erhielten zum Zeitpunkt der Befragung eine Therapie, davon wurden 9,1 % mit Biologika behandelt.

Fast alle Teilnehmenden (86,2 %) hatten im Laufe ihrer Patient Journey bereits mehr als eine Ärztin/einen Arzt konsultiert – unter allen Befragten im Median fünf Ärztinnen bzw. Ärzte, bei schwer Betroffenen waren es im Median sechs. Ein häufiger Grund für den Arztwechsel war die Unzufriedenheit mit den Behandlungsergebnissen.

Um an krankheitsbezogene Informationen zu kommen, nutzen drei Viertel der Befragten (76,4 %) das Internet, in erster Linie Google. Doch zwei Drittel (63%) fanden die Qualität dieser Informationen unbefriedigend.

Literatur:

Tizek L et al. J Eur Acad Dermatol Venereol 2025;39:322–330.

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