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Frühmobilisation auf der Intensivstation bei Patienten mit einer Subarachnoidalblutung – eine Übersichtsarbeit

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Zusammenfassung

Hintergrund

Frühmobilisation im Bereich der Intensivstation hat positive Auswirkung auf das funktionelle Outcome von kritisch kranken Patienten. Aufgrund möglicher Komplikationen, wie Vasospasmen oder Nachblutungen, müssen Patienten mit einer Subarachnoidalblutung (SAB) derzeit häufig eine 12- bis 14-tägige strenge Bettruhe einhalten.

Fragestellung

Welchen Effekt hat Frühmobilisation im Vergleich zur Standardbehandlung auf Vasospasmen, klinisches Outcome, Krankenhausverweildauer und Komplikationsrate auf der Intensivstation bei Patienten mit einer SAB?

Methode

Eine systematische Literaturrecherche wurde auf den Datenbanken MEDLINE via PubMed® (U.S. National Library of Medicine®, Bethesda, MD, USA) und CINAHL® (EBSCO, Ipswich, MA, USA) durchgeführt.

Ergebnisse

Es wurden 14 Studien identifiziert. In der Gesamtbetrachtung zeigt sich in den Studien ein verbessertes funktionelles Outcome und eine Verkürzung der Krankenhausverweildauer sowie der Beatmungsdauer. Lediglich in einer Studie traten vermehrt Vasospasmen auf und das Outcome der Patienten mit Frühmobilisation war schlechter.

Schlussfolgerung

Es besteht weiterer Forschungsbedarf, um mögliche positive Effekte der Frühmobilisation bei Patienten mit einer SAB aufzuzeigen und das Nutzen-Risiko-Verhältnis genauer beschreiben zu können.
Titel
Frühmobilisation auf der Intensivstation bei Patienten mit einer Subarachnoidalblutung – eine Übersichtsarbeit
Verfasst von
Jacqueline Widmaier
Denise Schindele
Karin Lichtinger
Publikationsdatum
12.01.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin / Ausgabe 4/2025
Print ISSN: 2193-6218
Elektronische ISSN: 2193-6226
DOI
https://doi.org/10.1007/s00063-024-01231-y
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