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03.12.2019 | Originalien | Ausgabe 3/2020

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie 3/2020

Subjektive Einschätzung psychischer Gesundheit bei Bankangestellten mit einem potenziell traumatisierenden Erlebnis am Arbeitsplatz

Zeitschrift:
Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie > Ausgabe 3/2020
Autoren:
Antje Wonneberger, Corinna Wernecke, Anke Lux, Irina Böckelmann, Dr. med. Beatrice Thielmann
Wichtige Hinweise
Die vorgestellte Publikation ist Teil der Promotionsarbeit von Frau Antje Wonneberger.

Zusammenfassung

Hintergrund

Bankangestellte (BA) können im Zuge ihrer Arbeitstätigkeit in einer Bankfiliale potenziell traumatisierenden Ereignissen ausgesetzt sein. Es ist möglich, dass BA neben psychischen Gesundheitsbeeinträchtigungen auch an einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) leiden, was zur vermehrten Arbeitsunfähigkeit und Frühverrentungen führen kann. Ziel der Arbeit war es, arbeitsbezogene Belastungen von BA zu erfassen, eine Einschätzung für die Häufigkeit der potenziellen traumatisierenden Ereignisse vorzunehmen und den psychischen Gesundheitszustand potenziell traumatisierter BA näher zu untersuchen.

Material und Methoden

Es wurden 104 BA aus verschiedenen Bankfilialen in Magdeburg mittels arbeitspsychologischer Fragebögen zu subjektiv empfundenen arbeitsbedingten Belastungen, psychischer Gesundheit (GHQ-12), körperlichen, psychischen und sozialen Symptomen (KOEPS) und zum Erleben eines traumatischen Ereignisses (IES-R) befragt. Personen, die ein potenziell traumatisierendes Ereignis erlebt haben, wurden in die Gruppe T zugeordnet, die ohne ein solches in die Gruppe kT.

Ergebnisse

BA sind zahlreichen alltäglichen Belastungen am Arbeitsplatz ausgesetzt. Etwa ein Viertel der BA erlebten ein potenziell traumatisierendes Ereignis (n = 28). Bei diesen BA werden körperliche und psychische Symptome subjektiv unterschiedlich und mit unterschiedlicher Intensität eingeschätzt (KOEPS). Eine PTBS beeinflusst die psychische Gesundheit von BA negativ.

Diskussion

Jeder BA fühlt sich individuell weniger bis sehr stark von verschiedenen Arbeitsbelastungen beeinträchtigt. Nach Erleben eines traumatischen Ereignisses leiden die BA an verschiedenen Symptomen und geben psychische Gesundheitsbeeinträchtigungen an. Bei dem Verdacht auf PTBS sollte zügig an einen entsprechenden Facharzt weitergeleitet werden, was durch den Arbeitsmediziner initiiert werden sollte. Bis dahin sollten Beratungen und Gespräche erfolgen, damit es nicht zu einer psychischen Erkrankung kommt.

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