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2017 | OriginalPaper | Buchkapitel

19. Suchtkrankheiten Teil 1: Allgemeine Aspekte und legale Suchtmittel (F1)

verfasst von : I. Vernaleken, F. Schneider

Erschienen in: Facharztwissen Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

Zusammenfassung

Die legalen Suchtmittel umfassen Alkohol, Nikotin, einige Sedativa, zugelassene Opioide und Inhalantien. Ein Abhängigkeitssyndrom beschreibt eine Art Zwang, trotz schädlicher Folgen, eine Substanz fortlaufend oder periodisch zu konsumieren – verbunden mit Kontrollverlust sowie Vernachlässigung anderer Aktivitäten (psychische Abhängigkeit). Typisch ist bei einigen Substanzklassen eine Toleranzentwicklung, die bei plötzlicher Karenz in Entzugssymptome münden kann (körperliche Abhängigkeit). Behandlungsschritte umfassen i. A. eine Kontaktphase mit Problemvermittlung, Motivationsförderung, ggf. gefolgt von körperlicher Entgiftung, sowie Entwöhnung und Nachsorge einschließlich Rückfallbearbeitung. Die sicherste Behandlung des Alkoholentzugs ist die ≫Entgiftung≪ durch kurzzeitige ausschleichende Gabe von Clomethiazol oder Benzodiazepinen; zudem sollte Vitamin B1 substituiert werden. Beim Alkoholentzugsdelir sollte frühzeitig eine antipsychotische Medikation begonnen werden.
Literatur
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Zurück zum Zitat Batra A, Buchkremer G (Hrsg) (2016) Tabakentwöhnung: Ein Leitfaden für Therapeuten (Störungsspezifische Psychotherapie). Kohlhammer, Stuttgart Batra A, Buchkremer G (Hrsg) (2016) Tabakentwöhnung: Ein Leitfaden für Therapeuten (Störungsspezifische Psychotherapie). Kohlhammer, Stuttgart
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Zurück zum Zitat Walter M, Gouzoulis-Mayfrank E (Hrsg) (2014) Psychische Störungen und Suchterkrankungen: Diagnostik von Doppeldiagnosen. Kohlhammer, Stuttgart Walter M, Gouzoulis-Mayfrank E (Hrsg) (2014) Psychische Störungen und Suchterkrankungen: Diagnostik von Doppeldiagnosen. Kohlhammer, Stuttgart
Metadaten
Titel
Suchtkrankheiten Teil 1: Allgemeine Aspekte und legale Suchtmittel (F1)
verfasst von
I. Vernaleken
F. Schneider
Copyright-Jahr
2017
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-50345-4_19

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