Stichverletzungen stellen in der rechtsmedizinischen Praxis keine Seltenheit dar. Immer wieder wird in Kasuistiken über ungewöhnliche, bizarre oder zahlreiche Stich- und Schnittverletzungen berichtet, die die Frage aufwerfen: Homizid oder Suizid? Der Fall eines 34 Jahre alten Mannes, der sich mithilfe eines Samuraischwerts und eigens gebauter Stichkonstruktion suizidierte, erinnerte aufgrund der vorliegenden Szenerie an die alte, spirituell angehauchte Form der japanischen Selbsttötung, das „Seppuku“.