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05.06.2018 | Übersichten

Suizidalität in der Adoleszenz

Dysfunktionale familiäre Kommunikation als Risikofaktor

Zeitschrift:
Der Nervenarzt
Autoren:
S. Radde, S. Gutwinski, F. Stuke, A. Fuchs, M. Schouler-Ocak, F. Bermpohl, J. Henssler
Wichtige Hinweise

Zusatzmaterial online

Die Onlineversion dieses Beitrags (https://​doi.​org/​10.​1007/​s00115-018-0549-6) enthält eine Auflistung der expliziten Sucheinträge der systematischen Literaturrecherche. Beitrag und Zusatzmaterial stehen Ihnen im elektronischen Volltextarchiv auf http://​www.​springermedizin.​de/​der-nervenarzt zur Verfügung. Sie finden das Zusatzmaterial am Beitragsende unter „Supplementary Material“.

Zusammenfassung

Hintergrund

Suizide gehören in der Adoleszenz weltweit zu den vier häufigsten Todesursachen. Obwohl bekannt ist, dass suizidale Menschen häufig eine insuffiziente Kommunikationsstrategie aufweisen, wurde die Bedeutung der familiären Kommunikation für die adoleszente Suizidalität noch nicht hinreichend untersucht.

Ziel der Arbeit

Ziel der Arbeit war es, eine systematische Übersicht über die familiäre Kommunikation als Risikofaktor für Suizidalität von Adoleszenten zu erstellen und Therapieempfehlungen abzuleiten.

Methodik

In der vorliegenden Arbeit wurde eine systematische Literaturrecherche in PubMed, Embase, CENTRAL und PsychINFO durchgeführt. Die Studien wurden in ihrer methodischen Qualität bewertet und eine Übersicht erstellt.

Ergebnis

Aus 195 gescreenten Studien wurden 7 mit insgesamt 13.107 Adoleszenten im Alter von 11 bis 22 Jahren eingeschlossen und kritisch bewertet. Sechs der bewerteten Studien fanden einen Zusammenhang zwischen dysfunktionaler Eltern-Kind-Kommunikation und adoleszenter Suizidalität. Zudem scheint die Kommunikation zur Mutter insgesamt von entscheidenderer Bedeutung zu sein.

Diskussion

Die Ergebnisse dieser Literaturrecherche weisen darauf hin, dass eine funktionale Kommunikation mit den Eltern für suizidale Adoleszente protektiv zu sein scheint. Hieraus lassen sich Empfehlungen für präventive Maßnahmen in Familien mit Adoleszenten, welche aus anderen Gründen ein erhöhtes Suizidrisiko aufweisen, ableiten. Longitudinale Studiendesigns wären notwendig, um die Fragestellung abschließend zu beantworten.

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