Zum Inhalt
Der Nervenarzt

Notfallplaninterventionen zur Behandlung suizidaler Patient:innen: eine narrative Literaturübersicht

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Safety- oder Notfallplaninterventionen, d. h. die Erstellung einer Liste von hierarchisch organisierten Strategien und Personen/Institutionen, die Patient:innen im Fall einer suizidalen Zuspitzung anwenden bzw. kontaktieren können, erfreuen sich in der klinischen Praxis einer zunehmenden Verbreitung.

Methodik

Im Rahmen einer narrativen Übersichtsarbeit wird das Vorgehen bei der Erstellung eines Notfallplans beschrieben und es wird die Studienlage zur Effektivität entsprechender Interventionen diskutiert. Ergänzend wird auf Vorstellungen zur Wirkweise entsprechender Interventionen und Anwendungsvarianten eingegangen.

Ergebnisse

Trotz einer zunehmenden Dissemination von Notfallplänen ist die empirische Absicherung ihrer Effektivität derzeit als unzureichend zu bewerten.

Diskussion

Qualitativ hochwertige Studien sind – insbesondere mit Blick auf unterschiedliche klinische Populationen – dringend erforderlich. Zum jetzigen Zeitpunkt sei davor gewarnt, die Erstellung eines Notfallplans als hinreichende Intervention im Umgang mit suizidalen Patient:innen zu verstehen.
Titel
Notfallplaninterventionen zur Behandlung suizidaler Patient:innen: eine narrative Literaturübersicht
Verfasst von
Tobias Teismann
Peter Brieger
Hermann Spießl
Lena Marie Hensel
Prof. Dr. Johannes Hamann
Publikationsdatum
17.11.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Der Nervenarzt / Ausgabe 5/2025
Print ISSN: 0028-2804
Elektronische ISSN: 1433-0407
DOI
https://doi.org/10.1007/s00115-024-01763-w
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Neu im Fachgebiet Psychiatrie

Mephedron und „Monkey Dust“ erobern das Nachtleben

Seit der Pandemie machen sich zunehmend synthetische Cathinone in der Partyszene breit. Die Amphetamine werden geraucht oder geschnupft, beim Feiern oder zum Sex konsumiert und sorgen in Kliniken für immer mehr drogeninduzierte Psychosen.

GHB als Partydroge im Aufwind

Billig und stimulierend, solange man nicht zu viel davon nimmt: Gamma-Hydroxy-Buttersäure (GHB) hat sich einen schlechten Ruf als K.o.-Tropfen erworben. Verwendet wird die Substanz jedoch meist als Partydroge. In der Szene hat sie schon gut ein Drittel probiert.

Dermatozoenwahn: frühes Anzeichen von Demenz?

Ein wahnhafter Parasitenbefall ist eine seltene und schwerwiegende dermatopsychiatrische Störung. Eine Analyse von 146 Patientinnen und Patienten aus dem Karolinska-Universitätskrankenhaus zeigt: 42% hatten psychiatrische Komorbiditäten, 10% entwickelten später eine Demenz.

Psilocybin hält therapieresistente Depressionen ein Jahr lang in Schach

Ein bis zwei Sitzungen mit einer Psilocybin-augmentierten Psychotherapie lindern therapieresistente Depressionen deutlich und langfristig: Der Therapieeffekt hält auch nach einem Jahr noch an. Männer profitieren jedoch stärker als Frauen.

Update Psychiatrie

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.

Bildnachweise
Mann steht an Brücke über Fluss/© highwaystarz / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Disco Party Club DJ (generiert mit KI)/© joernueding / stock.adobe.com (Generated with AI / Symbolbild), Rauchende Teenies trinken Alkohol/© Joshua Resnick / Fotolia (Symbolbild mit Fotomodellen), Psilocybinhaltige Pilze/© kichigin19 / stock.adobe.com