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14.06.2019 | Originalien und Übersichten | Ausgabe 7/2019

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 7/2019

Surveillance der Gesundheit und primärmedizinischen Versorgung von Asylsuchenden in Aufnahmeeinrichtungen: Konzept, Entwicklung und Implementierung

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 7/2019
Autoren:
Prof. Dr. Stefan Nöst, Rosa Jahn, Frank Aluttis, Dr. Johannes Drepper, Stella Preussler, Markus Qreini, Dr. Jürgen Breckenkamp, Prof. Dr. Oliver Razum, Prof. Dr. Kayvan Bozorgmehr
Wichtige Hinweise

Zusatzmaterial online

Zusätzliche Informationen sind in der Online-Version dieses Artikels (https://​doi.​org/​10.​1007/​s00103-019-02971-5) enthalten.

Zusammenfassung

Einleitung

Verlässliche Daten zur Gesundheit und medizinischen Versorgung von Asylsuchenden in Aufnahmeeinrichtungen sind für eine bedarfsorientierte Versorgungsplanung erforderlich, jedoch nicht regelhaft verfügbar.

Ziel

Darstellung des Konzepts sowie der Entwicklung und Implementierung eines routinehaften Surveillance-Systems in Aufnahmeeinrichtungen für Asylsuchende.

Methoden

Im Rahmen des Projekts PRICARE wurde die medizinische Dokumentation in Aufnahmeeinrichtungen mehrerer Bundesländer vereinheitlicht, digitalisiert und durch eine IT-Infrastruktur eine routinemäßige Surveillance ermöglicht. In drei Projektphasen wurden in einem iterativen und partizipativen Design die zentralen Elemente des Systems konzipiert, entwickelt und implementiert. Förderung: Bundesministerium für Gesundheit (FKZ: 2516FSB415).

Ergebnisse

Als Grundlage einer Surveillance wurde die Dokumentationssoftware Refugee Care Manager® (RefCare®) entwickelt und sukzessive in 13 Aufnahmeeinrichtungen in drei Bundesländern implementiert. Zur Umsetzung im Versorgungsalltag wurde eine IT-Infrastruktur aufgebaut und ein Datenschutzkonzept formuliert. Für die Surveillance wurde ein initialer Indikatorensatz entwickelt, der insgesamt 64 Indikatoren in vier Dimensionen umfasst: (1) Morbidität, (2) Versorgungsprozess, (3) Versorgungsqualität und (4) syndromische Surveillance.

Diskussion

Erstmalig wurde eine einheitliche und bundeslandübergreifende Infrastruktur zur ärztlichen Dokumentation und datenschutzkonformen Surveillance der Gesundheit und Versorgung Asylsuchender in der Versorgungspraxis umgesetzt. Die Surveillance erweist sich als machbar, der nachhaltige Nutzen einer routinemäßigen Surveillance sowie der Forschung im Verbund wird in einem nächsten Schritt untersucht.

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