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29.05.2018 | Leitthema | Ausgabe 9/2018

Der Unfallchirurg 9/2018

Syndesmosenverletzungen

Zeitschrift:
Der Unfallchirurg > Ausgabe 9/2018
Autoren:
Prof. Dr. S. Rammelt, E. Manke
Wichtige Hinweise

Redaktion

H. Polzer, München

Zusammenfassung

Hintergrund

Verletzungen der distalen tibiofibularen Syndesmose sind häufig und sorgen in der klinischen Praxis immer wieder für Kontroversen.

Ziel der Arbeit

Dieser Beitrag fasst den aktuellen Wissensstand über Syndesmoseninstabilitäten zusammen und zeigt Empfehlungen in der Behandlung von Syndesmosenverletzungen auf.

Material und Methoden

Auswertung der aktuellen Literatur hinsichtlich Anatomie, Ätiologie, Diagnostik und Therapie von Syndesmosenverletzungen.

Ergebnisse

Stabile rein ligamentäre Verletzungen können frühfunktionell mittels Physiotherapie behandelt werden. Relevante Instabilitäten der Syndesmose resultieren aus einer Ruptur von mindestens 2 Ligamenten und müssen operativ stabilisiert werden. Instabile Syndesmosenrupturen sind häufig mit knöchernen Avulsionen oder Malleolarfrakturen assoziiert. Zur anatomischen Reposition der distalen Fibula in der Inzisur der distalen Tibia und stabilen Fixation werden bevorzugt eine oder mehrere tibiofibulare Schrauben eingebracht. Alternativ werden biodegradierbare oder flexible Implantate verwendet. Es besteht keine einheitliche Meinung in der Literatur über die Dauer der Fixierung. Schrauben und flexible Implantate, die Beschwerden verursachen, müssen entfernt werden. Die häufigste Komplikation ist die Fehlreposition, die sich durch direkte intraoperative Visualisierung und 3D-Darstellung minimieren lässt. Weitere Komplikationen sind Materialversagen, Verwachsungen, tibiofibulare Synostosen, chronische Instabilität und posttraumatische Arthrose.

Schlussfolgerung

Wichtigste Prognosefaktoren nach instabilen Verletzungen der distalen tibiofibularen Syndesmose mit oder ohne Fraktur sind die anatomische, stabile Wiederherstellung der Knöchelgabel und die Einpassung der distalen Fibula in die Tibiainzisur.

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