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01.02.2005 | Leitthema: 100 Jahre Treponema pallidum | Ausgabe 2/2005

Der Hautarzt 2/2005

Syphilis und HIV-Infektion

Besonderheiten der Diagnose, Klinik und Therapie

Zeitschrift:
Der Hautarzt > Ausgabe 2/2005
Autoren:
A. Potthoff, Prof. Dr. N. H. Brockmeyer

Zusammenfassung

Seit 2001 steigt die Inzidenz der Syphilis in Deutschland dramatisch an. Besonders betroffen ist hierbei die Gruppe der homosexuellen Männer. Bei der Behandlung von HIV-Syphilis-Koinfizierten sind einige Besonderheiten bei der Diagnostik und Therapie zu beachten. Da die Labordiagnostik oft unzuverlässig ist, muss der erfahrene Arzt die Klinik besonders berücksichtigen. Der stadienhafte Verlauf der Syphilis unterscheidet sich bei HIV-positiven Patienten im Wesentlichen nicht von HIV-negativen Patienten. Es sind allerdings vermehrt atypische und schwere Verläufe mit rascher Progredienz und ZNS-Beteiligung zu finden. Zudem kommt es häufig zu Fehldiagnosen. Die Therapie erfordert eine besondere Sorgfalt. Penicillin ist das Therapeutikum der Wahl bei allen Stadien der Syphilis bei HIV-Infektion. Allerdings wird die Wahl des Penicillinderivates insbesondere aufgrund der häufig schwierigen Stadienabgrenzung kontrovers diskutiert. Eine sichere Alternative bei Penicillinallergie besteht nicht.

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