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01.09.2009 | Leitthema | Ausgabe 9/2009

Der Onkologe 9/2009

Systemtherapie beim Endometriumkarzinom

Zeitschrift:
Der Onkologe > Ausgabe 9/2009
Autoren:
Prof. Dr. G. Emons, T. Hawighorst, M. Hellriegel

Zusammenfassung

Bei der fertilitätserhaltenden konservativen Therapie des gut differenzierten endometrioiden Endometriumkarzinoms des klinischen Stadiums IA sind hoch dosierte Gestagene über mindestens 3, besser 6 Monate Mittel der Wahl. In der adjuvanten Therapie primär operierter Endometriumkarzinome mit hoher Rezidivrate haben endokrine Therapien bisher keine Wirksamkeit gezeigt. Auch für adjuvante Chemotherapien ist die Datenlage noch schwach. Lediglich in einer Studie konnte für gut operierte Endometriumkarzinome gezeigt werden, dass eine Chemotherapie einer perkutanen Strahlentherapie überlegen ist. In den Stadien I und II muss die Wirksamkeit einer adjuvanten Chemotherapie (± Brachytherapie ± perkutaner Strahlentherapie) evaluiert werden.
Bei rezidivierten oder metastasierten Endometriumkarzinomen, die durch Operation und/oder Strahlentherapie nicht mehr kontrolliert werden können, ist eine systemische Therapie indiziert. Bei gut differenzierten, östrogen- und/oder progesteronrezeptorpositiven Tumoren, die nicht lebensbedrohlich sind, sollten primär hoch dosierte Gestagene, ggf. in Kombination mit Tamoxifen, eingesetzt werden. Nur bei lebensbedrohlichen symptomatischen Tumormanifestationen, die rezeptornegativ sind, sollte primär eine Chemotherapie eingesetzt werden. Da durch eine Polychemotherapie das Gesamtüberleben nur marginal, die Toxizität aber in relevantem Maße gesteigert wird, ist einer Monochemotherapie in der Regel der Vorzug zu geben.

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