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Neues zur Therapie von Großgefäßvaskulitiden

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Zusammenfassung

Großgefäßvaskulitiden wie die Riesenzellarteriitis (RZA) und die Takayasu-Arteriitis (TAK) manifestieren sich vornehmlich an den großen und mittelgroßen Arterien. Während an der RZA vorwiegend ältere Menschen ab der 6. Lebensdekade erkranken, betrifft die TAK überwiegend junge Frauen im Alter unter 40 Jahren. Für beide Erkrankungen stellen Glukokortikoide (GC) nach wie vor die Basis der medikamentösen Therapie dar. Insbesondere refraktäre Verläufe und Rezidive führen häufig zu Langzeittherapien mit hohen GC-Kumulativdosierungen, welche zu erhöhter Morbidität und Mortalität führen können. Bisher ist ausschließlich der IL-6-Rezeptorblocker Tocilizumab für die Behandlung der RZA zugelassen. Die Datenlage zu Methotrexat und anderen konventionellen Immunsuppressiva ist lückenhaft und teilweise widersprüchlich. Bei der TAK wird der frühe Einsatz steroidsparender Immunsuppressiva empfohlen, wobei die Zahl randomisierter placebokontrollierter Studien überschaubar ist und bisher keine steroidsparende Therapie für die TAK zugelassen wurde. Für beide Erkrankungen besteht weiterhin ein großer Bedarf an modernen, sicheren, steroidsparenden Therapien, welche die Vaskulitis effektiv behandeln, Folgeschäden vermeiden und ein adäquates Krankheitsmonitoring ermöglichen. Der vorliegende Artikel gibt eine Übersicht über die aktuelle Studienlage und mögliche zukünftige Therapieoptionen der RZA und TAK.
Titel
Neues zur Therapie von Großgefäßvaskulitiden
Verfasst von
Prof. Dr. med. Nils Venhoff
Dr. med. Markus Zeisbrich
Publikationsdatum
20.09.2024
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Apogepha Arzneimittel GmbH
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Teaserbild G-CSF mit neuer Struktur/© Apogepha, Glass vial, pipette and woman scientist in laboratory for medical study, research or experiment. /© HockleyMedia24/peopleimages.com / Adobe Stock (Symbolbild mit Fotomodellen), Erythrozyten und Leukozyten/© Apogepha