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01.12.2014 | Infektiologie | Ausgabe 6/2014

Wiener klinisches Magazin 6/2014

„Tarragona-Strategie“

Adäquate Antibiotikatherapie auf der Intensivstation

Zeitschrift:
Wiener klinisches Magazin > Ausgabe 6/2014
Autoren:
Prof. em. Dr. Lothar Engelmann, Dierk V. Schmitt
Wichtige Hinweise
Dieser Beitrag wurde in der Zeitschrift Medizinische Klinik Intensivmedizin Notfallmedizin 2014 · 109:156–161, DOI 10.1007/s00063-013-0310-7 erstveröffentlicht. Zweitpublikation mit freundlicher Genehmigung des Autors.

Zusammenfassung

Hintergrund

Eine adäquate antibiotische Initialtherapie senkt die Sterblichkeit von Patienten mit Infektionen auf der Intensivstation beträchtlich. Die Festlegung einer solchen Therapie folgt empirischen Gesichtspunkten, die als „Tarragona-Strategie“ für die Initialtherapie der nosokomialen Pneumonie bekannt wurde.

Ergebnisse

Die Grundelemente des Strategieprinzips sind auf die antibiotische Initialbehandlung von Patienten mit Infektionen auf der Intensivstation allgemein übertragbar und beinhalten
  • die Sicht auf den Patienten und dessen Anamnese;
  • die Berücksichtigung der mikrobiologischen Umgebung, in der der Patient erkrankte;
  • die Forderung nach einer sorgfältigen Erregerkalkulation und dem sofortigen Therapiebeginn mit einer hohen antibiotischen Initialdosis;
  • die pharmakokinetischen/pharmakodynamischen Aspekte, die von den pathophysiologischen Vorgängen im kritisch Kranken, der Erregerspezifik, den Eigenschaften des Antibiotikums im Organismus und von therapeutischen Maßnahmen beeinflusst werden sowie
  • das Prinzip, eine breit kalkulierte Therapie in Kenntnis der unabdingbar initial erhobenen mikrobiologischen Befundung auf das notwendige und mögliche Maß zu begrenzen.

Schlussfolgerung

Ein solches Vorgehen ist sicher, senkt die Sterblichkeit, behindert die Resistenzentwicklung und ist wirtschaftlich.

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