Zum Inhalt
Der Nervenarzt

Digitale Entwicklungen in Neurologie und Psychiatrie: DiGAs, Telemedizin, KI – Segen oder Bedrohung?

Erschienen in:

Auszug

Ob Tagespresse, Regierungsprogramm oder Google-Hitliste – die Digitalisierung ist in aller Munde – ein Hype? Auch für das Gesundheitswesen erscheint die Digitalisierung als Panazee, als die Lösung aller Probleme – vom Personalmangel bis zur Kostenexplosion. Und tatsächlich hat sich gerade in den letzten Jahren – nicht zuletzt auch bedingt durch die Pandemie – sehr viel getan. Es gibt Fortschritte bei der elektronischen Dokumentation, Neuerungen in der Erfassung von Patientendaten mittels Wearables, bei Informationsplattformen für Patienten, zum Teil erweitert durch geführte Chats. Telemedizin löst mittlerweile Probleme in Regionen mit geringer Vor-Ort-Versorgung und bringt Experten in unterversorgte Gebiete, wie nationale und internationale Projekte über weite Distanzen eindrucksvoll zeigen konnten. Zudem sind die Forschungsaktivitäten hoch im Bereich von Onlinetherapien und Selbstmanagementinterventionen (SMI). Das digitale Versorgungsgesetz hat die Einführung der digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) auf Rezept ermöglicht und Erfahrungen mit dem Einsatz Virtueller Realität (VR) zeigen, dass beispielsweise bei Angststörungen die Schwelle zur Überwindung von Ängsten im Rahmen der Expositionsbehandlung erheblich herabgesetzt werden kann. …
Titel
Digitale Entwicklungen in Neurologie und Psychiatrie: DiGAs, Telemedizin, KI – Segen oder Bedrohung?
Verfasst von
Prof. Dr. med. Peter Zwanzger
Prof. Dr. Uta Meyding-Lamadé
Publikationsdatum
01.03.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Der Nervenarzt / Ausgabe 3/2024
Print ISSN: 0028-2804
Elektronische ISSN: 1433-0407
DOI
https://doi.org/10.1007/s00115-024-01607-7

Neu in den Fachgebieten Neurologie und Psychiatrie

Rezidiviertes Grad-3-Astrozytom: Kann ein Antiparasitenmittel die Prognose verbessern?

Daten der Phase-III-Studie STELLAR sprechen für eine klinisch relevante Aktivität der Therapiekombination aus Eflornithin und Lomustin bei Personen mit rezidivierten Grad-3-Astrozytomen. Besonderheiten im Studiendesgin machen die Interpretation indes nicht ganz leicht.

Mit KI gegen Mukositis und Polyneuropathie

KI-Analysen von elektronischen Patientenakten können helfen, vielversprechende Signale für potenzielle Wirkstoffe gegen Chemotherapienebenwirkungen zu erhärten. Dafür sprechen zumindest Ergebnisse einer Studie aus Japan.

GHB als Partydroge im Aufwind

Billig und stimulierend, solange man nicht zu viel davon nimmt: Gamma-Hydroxy-Buttersäure (GHB) hat sich einen schlechten Ruf als K.o.-Tropfen erworben. Verwendet wird die Substanz jedoch meist als Partydroge. In der Szene hat sie schon gut ein Drittel probiert.

Mephedron und „Monkey Dust“ erobern das Nachtleben

Seit der Pandemie machen sich zunehmend synthetische Cathinone in der Partyszene breit. Die Amphetamine werden geraucht oder geschnupft, beim Feiern oder zum Sex konsumiert und sorgen in Kliniken für immer mehr drogeninduzierte Psychosen.

Bildnachweise
MRT: Pilozytisches Astrozytom bei 10-jährigem Mädchen/© Springer Medizin, Box mit Tabletten/© ekachai050050 / stock.adobe.com (Symbolbild), Rauchende Teenies trinken Alkohol/© Joshua Resnick / Fotolia (Symbolbild mit Fotomodellen), Techno Club/© master1305 / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)