Zum Inhalt

Telemedizin Funktioniert die Diagnose per Videosprechstunde?

Erschienen in:

Auszug

Die Coronapandemie hat mit Blick auf die Infektionsgefahr einen Boom an Videosprechstunden ausgelöst. Wie es dabei um die diagnostische Korrektheit steht, hat ein Forscherteam untersucht [Demaerschalk BM et al. JAMA Netw Open 2022; 5:e2229958]. Für die Studie wurden Krankenakten von knapp 2.400 Patientinnen und Patienten ins Visier genommen, die innerhalb eines Zeitraums von 90 Tagen wegen desselben neu aufgetretenen klinischen Problems in demselben Fachgebiet eine Videokonsultation mit anschließendem Praxisbesuch durchliefen. Die telemedizinische Diagnose wurde von zwei verblindeten, unabhängigen medizinischen Gutachtern mit dem Praxisbefund verglichen. Insgesamt stimmten die Diagnosen in 86,9 % der Fälle überein. Doch es gab ein Gefälle: Spezialdisziplinen schnitten mit durchschnittlich 88,4 % deckungsgleichen Diagnosen besser ab als die Allgemeinmedizin mit 81,3 %. Dieser signifikante Unterschied war unabhängig von Einflüssen wie Patientenalter und -geschlecht, ärztlicher Erfahrung oder Konsultationsdauer. …
Titel
Telemedizin
Funktioniert die Diagnose per Videosprechstunde?
Verfasst von
Dr. Robert Bublak
Publikationsdatum
23.01.2023
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
hautnah dermatologie / Ausgabe 1/2023
Print ISSN: 0938-0221
Elektronische ISSN: 2196-6451
DOI
https://doi.org/10.1007/s15012-022-7638-8

Kompaktes Leitlinien-Wissen Dermatologie (Link öffnet in neuem Fenster)

Mit medbee Pocketcards schnell und sicher entscheiden.
Leitlinien-Wissen kostenlos und immer griffbereit auf ihrem Desktop, Handy oder Tablet.

Neu im Fachgebiet Dermatologie

Riskante Formfehler in Arztpraxen: Diese 5 Nachlässigkeiten können teuer werden

Ein 500.000-Euro-Regress wegen fehlender Rezeptunterschrift sorgte jüngst für Aufregung. Es gibt aber noch mehr Fehler, die für eine Praxis richtig teuer werden können. Hier sind die gefährlichsten Nachlässigkeiten.

Mehr molekulare Diagnostik bei Krebs ist nicht immer besser

Neue molekularpathologische Methoden erhöhen die diagnostische Sensitivität bei Tumorerkrankungen. Aber verfeinert ein stetiges Mehr an molekularer Diagnostik auch die therapeutische Präzision? Diese Frage wurde im Rahmen des Deutschen Krebskongresses (DKK) 2026 in Berlin diskutiert. 

Nutzen von Dupilumab bei chronischer spontaner Urtikaria bestätigt

Für Patienten und Patientinnen mit chronischer spontaner Urtikaria, die trotz H1-Antihistaminika symptomatisch bleiben, könnte Dupilumab eine weitere Behandlungsoption darstellen. Die Wirksamkeit des Il-4/13-Inhibitors ist jetzt durch eine zweite Phase-3-Studie belegt.

Warum suizidgefährdete Ärztinnen und Ärzte keine Hilfe suchen

Gedanken an eine Selbsttötung gehen Ärztinnen und Ärzten vergleichsweise häufig durch den Kopf. Hilfe wäre möglich, wird aber selten gesucht. Warum eigentlich?

Update Dermatologie

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.

Bildnachweise
Die Leitlinien für Ärztinnen und Ärzte, Arzt stellt Rezept aus/© Bernhard Schmerl / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), 3D Illustration einer DNA Sequenzierung/© undefined / Getty Images / iStock, Junge Frau in Krankenhaus-Kleidung/© gpointstudio / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell)