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Über dieses Buch

Mit neuen endoskopischen Verfahren und technischen Entwicklungen erweitert sich auch das Indikationsspektrum für endoskopisch-therapeutische Interventionen beständig. Die Vielfalt dieser etablierten und modernen Verfahren wird von Experten aus Viszeralchirurgie und Gastroenterologie systematisch,umfassend und praxisnah in diesem Buch dargestellt.

Zu jedem endoskopischen Verfahren sind beschrieben: Indikationen; personelle, instrumentelle und technische Voraussetzungen; Durchführung; Ergebnisse; Limitationen, Komplikationen und deren Management.

Zahlreiche endoskopische Bilder und Schemazeichnungen illustrieren die Beschreibungen der Therapieverfahren. Ein separates Kapitel geht auf die juristischen Rahmenbedingungen der therapeutischen Endoskopie ein. Praktische Tipps und Hinweise auf alternative Vorgehensweisen sprechen den jungen Facharzt ebenso an wie den erfahrenen Endoskopiker und Endoskopie-Fachkräfte aus anderen Berufsgruppen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Endoskopische Resektionsverfahren

Die endoskopischen Resektionsverfahren sind sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie von großer Bedeutung. Ihr Schwierigkeitsgrad ist stark von der Größe und Form der Läsion abhängig. Obwohl sich die Anwendung der einzelnen Verfahren in den verschiedenen Organen und Abschnitten des Gastrointestinaltraktes erheblich voneinander unterscheidet, werden die Verfahren hier unter dem übergeordneten technischen Aspekt ihrer Durchführung dargestellt; auf eventuelle organspezifische Besonderheiten wird im Text verwiesen.
G. Kähler

2. Endoskopische Rekanalisationsverfahren

In diesem Kapitel werden die vielfältigen endoskopischen Techniken zur Wiederherstellung oder Erhaltung der Durchgängigkeit im luminalen Gastrointestinaltrakt dargestellt. Neben einer anschaulichen Beschreibung der Prozeduren soll ein kurzer Überblick über die jeweiligen Indikationen und die klinischen Ergebnisse gegeben werden. Sowohl die Achalasie als auch das Zenker-Divertikel können eine Passagestörung mit teilweise ausgeprägter Dysphagie darstellen, somit wird auch auf endoskopisch anspruchsvolle Techniken wie die Zenker-Divertikulotomie oder die perorale endoskopische Myotomie eingegangen. Aufgrund ihrer wichtigen Bedeutung bezüglich der Prognose und Rezidivrate von endoluminalen Tumoren und damit der Erhaltung der Durchgängigkeit in den verschiedenen Abschnitten des GI-Traktes werden darüber hinaus auch ablative Verfahren beschrieben.
J. Krahn, A. Eickhoff

3. Endoskopische Blutstillung

Im gesamten Gastrointestinaltrakt können Blutungen unterschiedlicher Schwere und Intensität auftreten. Dabei werden die verschiedenen Blutungen je nach Ort der Entstehung unterschieden (obere, mittlere und untere gastrointestinale Blutung). Der obere GI-Trakt (OGIT) reicht hierbei vom Ösophagus bis zur Papilla Vateri. Von der mittleren gastrointestinalen Blutung (MGIB) spricht man, wenn die Quelle zwischen der Papilla Vateri und dem terminalen Ileum liegt. Die untere GI-Blutung (UGIB) vom Rektum bis zum terminalen Ileum kann in der Regel durch die Koloskopie behandelt werden. Anatomisch (alte Nomenklatur) spricht man von einer oberen gastrointestinalen Blutung, wenn diese proximal des Treitzschen Bandes lokalisiert ist, die untere gastrointestinale Blutung dagegen ist per definitionem distal des Treitzschen Bandes lokalisiert und reicht von der Flexura duodenojejunalis bis zum Anus.
D. Teubner, R. Kiesslich, J. W. Rey, A. Hoffman

4. Endoskopische retrograde Cholangiopankreatikographie

Die Entwicklung von Seitblickduodenoskopen in den 1970er Jahren hat in Verbindung mit Kanülierungsverfahren der Papille die kontrastmittelgestützte radiologische Darstellung der Gallen- und Pankreasgänge ermöglicht. Diese wurde früh ergänzt durch therapeutische Interventionen, beginnend mit der Erstbeschreibung der endoskopischen Papillotomie 1974. Die endoskopische retrograde Cholangiopankreatikographie (ERCP) unterscheidet sich von vielen anderen endoskopischen Verfahren dadurch, dass sie heute im Regelfall als therapeutische Intervention geplant wird. Die rein diagnostische ERCP kann häufig durch weniger invasive Verfahren wie die (Endo-)Sonographie, die Computertomographie und die Magnetresonanztomographie/MR-Cholangiopankreatikographie (MRCP) ersetzt werden. Im Gegensatz hierzu ist die therapeutische ERCP zur Behandlung von Gallengangs- und Pankreaskonkrementen, von Gangstrikturen und zur palliativen Therapie von Karzinomen durch neue Modalitäten ergänzt worden und in ihrem Stellenwert gewachsen.
R. Mennigen, M. Götz

5. Endosonographisch gesteuerte Interventionen:Indikationen, Kontraindikationen, Risiken

Die Endosonographie mit Feinnadelpunktion ist heute eine sehr wichtige, spezialisierte endoskopische Methode zur Diagnostik und Therapie zahlreicher Erkrankungen. Bei minimaler Invasivität und minimalen Komplikationen besitzt sie in erfahrenen Händen eine hohe klinische Effektivität. Insbesondere bei der Artdiagnostik kleinerer und disseminierter Läsionen entlang und um den Gastrointestinaltrakt und die Bronchien sowie zum Tumorstaging und zur Lokaltherapie ist die Methodik etabliert und nutzbringend. In diesem Kapitel werden die wichtigsten Anwendungen und technischen Voraussetzungen detailliert dargestellt.
C. Jürgensen, S. Hollerbach

6. Endoskopische Interventionen bei Insuffizienzen und Fisteln

Trotz stetig weiterentwickelter Operationsverfahren führen Anastomoseninsuffizienzen im Gastrointestinaltrakt nach wie vor zu einer relevanten Morbidität und Mortalität. Die Entwicklung der interventionellen Endoskopie hat ein konservativ-interventionelles Management dieser Komplikationen in vielen Fällen möglich gemacht. Bei Anastomoseninsuffizienzen im oberen Gastrointestinaltrakt ist die Stenttherapie in den vergangenen Jahren zum Standard geworden, im Rektum die endoskopische Vakuumtherapie. In letzter Zeit erweitern zwei neue Entwicklungen die Möglichkeiten des endoskopischen Komplikationsmanagements: die endoskopische Vakuumtherapie am oberen Gastrointestinaltrakt, die zunehmend in der Routine Anwendung findet, und der Einsatz des OTSC (Over-the-Scope-Clip) zum Verschluss von Fisteln und Leckagen im oberen und unteren Gastrointestinaltrakt.
R. Mennigen, M. Laukötter, M. Colombo-Benkmann

7. Endoskopische Ernährungstechniken

Die Verfahren der endoskopischen Platzierung von Ernährungssonden sind in den letzten 50 Jahren zunehmend klinisch eingesetzt worden. Nachdem traditionell chirurgische Gastrostomien, später dann nasogastrale Sonden verwendet wurden, werden heutzutage vor allem auch perkutane Systeme im Langzeitverlauf angewendet. Hier ist eine differenzierte Indikationsstellung notwendig. Auch heute noch setzt die individualisierte Verwendung der Verfahren einen hohen Ausbildungsstand voraus. In jüngerer Zeit finden endoskopische Implantate auch bei metabolischen Erkrankungen temporäre Verwendung; diese Entwicklungen werden hier ebenfalls dargestellt.
A. J. Dormann

8. Endoskopische Fremdkörperextraktion

Fremdkörperentfernungen sind eine häufige Entität in der Endoskopie. Der Vielfalt möglicher Fremdkörper sind dabei kaum Grenzen gesetzt, und selbst erfahrene Endoskopiker können überrascht werden davon, was Menschen sich alles zuführen können. Daraus leitet sich ein manchmal sehr individuelles Vorgehen ab. Trotzdem gibt es allgemeingültige Überlegungen und Tricks, die in den folgenden Abschnitten näher beleuchtet werden sollen.
P. Collet

9. Proktologische Interventionen

Die Proktologie besitzt einen interdisziplinären Charakter mit chirurgischen, dermatologischen und venerischen Krankheitsbildern. Sie stellt im wahrsten Sinne des Wortes ein »Randgebiet« der Endoskopie dar, entzieht sich aber weitgehend der normalen, koloskopischen Diagnostik. Dennoch sind die meisten im Folgenden abgehandelten anorektalen Erkrankungen durch eine sorgfältige Inspektion, eine rektal-digitale Untersuchung und eine Proktoskopie gut erkenn- und therapierbar.
R. Proßt

10. Kombinierte laparoskopisch-endoskopische Verfahren

Die Kombination eines (minimalinvasiven) operativen Eingriffs mit einer simultanen flexibel-endoskopischen Intervention kann bei vielen Indikationen sinnvoll sein, um das therapeutische Procedere effizienter und sicherer zu machen. Dabei kann das Ausmaß bzw. der Beitrag der endoskopischen Unterstützung erheblich variieren: Man unterscheidet terminologisch zwischen einer alleinigen intraoperativen Endoskopie (z. B. zur Befundlokalisation), einer kombinierten laparoskopisch-endoskopischen Intervention und einem hybriden NOTES-Verfahren. Die kombinierte Intervention zeichnet sich dadurch aus, dass Endoskopie und Laparoskopie gleichberechtigt nebeneinander zum Einsatz kommen.
D. Wilhelm, A. Meining, H. Feußner

11. Juristische Rahmenbedingungen für interventionelle endoskopische Eingriffe

Interventionelle endoskopische Eingriffe unterliegen wie alle Behandlungsmaßnahmen rechtlichen Rahmenbedingungen. Diese müssen dem Arzt bekannt sein, um sein Handeln auf ein rechtssicheres Fundament stellen und potenziellen Haftungsansprüchen angemessen begegnen zu können. Das Arzthaftungsrecht ist kein eigenständiges Rechtsgebiet, jedoch ergibt sich eine gewisse Sonderstellung aus der öffentlichen Wahrnehmung ärztlicher Haftungsprozesse sowie beweisrechtlicher Besonderheiten. Nicht jede Komplikation ist ein »Kunstfehler«, weshalb beim Vorwurf eines Behandlungsfehlers ein angemessenes Verhalten entscheidend zur Klärung im Sinne von Arzt und Patient beiträgt. Bei Kenntnis der anzuwendenden Normen lassen sich rechtliche Auseinandersetzungen weitestgehend vermeiden bzw. im Interesse beider Seiten regulieren.
D. Dorsel

Backmatter

In b.Flat Gastrointestinale Chirurgie enthaltene Bücher

In b.Flat Viszeral- und Allgemeinchirurgie 360° enthaltene Bücher

In b.Flat SpringerMedizin.de Gesamt enthaltene Bücher

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