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01.06.2014 | Originalien | Ausgabe 6/2014

Der Urologe 6/2014

Therapie des nichtmetastasierten Prostatakarzinoms

Eine systematische Übersicht interaktiv personalisierter patientenorientierter Entscheidungshilfen

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 6/2014
Autoren:
C. Groeben, J.C. Streuli, T. Krones, B. Keck, M.P. Wirth, FEBU PD Dr. med. Dr. phil. J. Huber
Wichtige Hinweise
Abbildung 2: ©Michael A Diefenbach, Brian P Butz. Originally published in the Journal of Medical Internet Research (http://www.jmir.org/2004/1/e3/).
Abbildung 3: ©Lindsey Reichlin, Nithya Mani, Amy Harris, Kara McArthur, Nithin Rajan, Clifford Dacso. Originally published in the Journal of Medical Internet Research http://www.jmir.org/2011/1/e4/.
Die Abbildungen 2 und 3 wurden unter den Bedingungen der Creative Commons Attribution License (http://www.creativecommons.org/licenses/by/2.0/) veröffentlicht.

Zusammenfassung

Hintergrund

Aus Patientensicht ist die Therapieentscheidung beim nichtmetastasierten Prostatakarzinom komplex. Zu ihrer Unterstützung werden im angelsächsischen Raum zunehmend EDV-gestützte Entscheidungshilfen eingesetzt, die eine Personalisierung der Information ermöglichen. Um die didaktischen Möglichkeiten und Grenzen kennenzulernen, identifizierten wir entsprechende patientenorientierte Entscheidungshilfen.

Material und Methoden

Einschlusskriterium war die Möglichkeit zur Eingabe persönlicher oder krankheitsbezogener Daten als Grundvoraussetzung einer Personalisierung. Mittels systematischer Literatur- und Internetrecherche bis 11/2013 sowie durch Gespräche mit Experten identifizierten wir insgesamt 10 Entscheidungshilfen von denen 6 wissenschaftlich evaluiert sind. Vergleichend bewerteten wir die einzelnen Entscheidungshilfen sowie Design und Ergebnisse der Evaluationsstudien.

Ergebnisse

Die Entscheidungshilfen beschreiben zwei bis sieben Therapieoptionen, wobei die radikale Prostatektomie und die perkutane Radiatio stets dargestellt sind. Auch Anzahl und Art der erfassten Parameter unterscheiden sich deutlich. Aus den Angaben leiten zwei Entscheidungshilfen eine konkrete Therapieempfehlung ab. Die wissenschaftliche Evaluation zeigt nach der Nutzung ein erhöhtes Wissen über die Erkrankung und eine größere Zuversicht bei der Therapiewahl. Die Zufriedenheit mit der Entscheidungshilfe war in allen Studien überwiegend hoch.

Schlussfolgerung

Für Patienten mit nichtmetastasiertem Prostatakarzinom existieren ausschließlich englischsprachige personalisierte Entscheidungshilfen. Sie können die partizipative Entscheidungsfindung für Patienten und Ärzte erleichtern, sodass hier mittelfristig Handlungsbedarf besteht.

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