Therapie zerebraler visueller Wahrnehmungsstörungen
- 01.04.2007
- CME - Weiterbildung • Zertifizierte Fortbildung
- Verfasst von
- Prof. Dr. G. Kerkhoff
- K. Oppenländer
- K. Finke
- P. Bublak
- Erschienen in
- Der Nervenarzt | Ausgabe 4/2007
Zusammenfassung
Zerebrale Sehstörungen treten häufig (20–40%) nach einer Hirnschädigung auf. Hierzu zählen homonyme Gesichtsfeldausfälle und assoziierte Lese- und Explorationsdefizite, Einbußen im Visus, Kontrastsehen, der Hell-/Dunkeladaptation, der Fusion sowie visuell-räumliche Wahrnehmungsstörungen, der multimodale Neglekt sowie das Balint-Syndrom. Die Leitsymptome bei den Gesichtsfeldausfällen sind Anstoßen an/Übersehen von Hindernisse(n) und langsames, fehlerhaftes Lesen. Leitsymptom bei reduziertem Visus und Kontrastsehen ist Verschwommensehen. Patienten mit Helladaptationsstörungen sind blendempfindlich, solche mit Dunkeladaptationsstörung benötigen mehr Licht. Fusionsstörungen führen rasch zu Verschwommensehen und asthenopischen Beschwerden. Räumliche Defizite stehen im Vordergrund beim Neglektsyndrom. Massive räumliche und Aufmerksamkeitseinbußen finden sich beim Balint-Holmes-Syndrom. Die Behandlungsverfahren lassen sich dem Restitutions-, Kompensations- oder Substitutionsansatz zuordnen. Für den multimodalen Neglekt stehen inzwischen neue und wirksame Behandlungsverfahren zur Verfügung. Für das Balint-Holmes-Syndrom existieren derzeit nur Behandlungsansätze.
Anzeige
- Titel
- Therapie zerebraler visueller Wahrnehmungsstörungen
- Verfasst von
-
Prof. Dr. G. Kerkhoff
K. Oppenländer
K. Finke
P. Bublak
- Publikationsdatum
- 01.04.2007
- Verlag
- Springer-Verlag
- Erschienen in
-
Der Nervenarzt / Ausgabe 4/2007
Print ISSN: 0028-2804
Elektronische ISSN: 1433-0407 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00115-006-2235-3
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.