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01.03.2012 | Leitthema | Ausgabe 3/2012

Der Urologe 3/2012

Therapieoptionen beim primären vesikoureteralen Reflux

Endoskopie vs. offen-chirurgische Verfahren

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 3/2012
Autoren:
C. Ziesel, S. Frees, J.W. Thüroff, R. Stein

Zusammenfassung

Die Therapie des vesikoureteralen Refluxes (VUR) hat sich in den letzten 10 Jahren stetig gewandelt. Offen-chirurgische Operationsverfahren wie z. B. die extravesikale Methode nach Lich-Gregoir oder die Ureterozystoneostomie im Psoas-Hitch-Verfahren, Referenzstandards mit sehr guten Erfolgsergebnissen, werden seltener angewandt. Die endoskopische Unterspritzung mit Dextranomer-Mikrosphären/Hyaluronsäure (Deflux®) hat sich seit ihrer Zulassung durch die US-amerikanische „Food and Drug Administration“ (FDA) 2001 zunehmend verbreitet. Kontrovers wird nach wie vor die Anwendung der sog. „bulking agents“ wie z. B. Deflux® beim dilatierenden und höhergradigen VUR diskutiert, während sie zunehmend beim niedriggradigen Reflux akzeptiert wird. Trotz höherer Rezidivraten bei allen VUR-Graden wird die „minimal-invasive Unterspritzung“ zunehmend häufiger angewendet. Letztlich muss die Frage beantwortet werden, von welcher Therapie (sofern nötig) der Patient am meisten profitiert. Welchen Stellenwert hat die endoskopische subureterale Unterspritzung erlangt und sind offene Operationen zur Therapie des VUR „out“?

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