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Die Kardiologie

Interventionelle Behandlung der Hauptstammstenose

Erschienen in:

Zusammenfassung

In den aktuellen ESC-Leitlinien werden perkutane Koronarintervention (PCI) und Bypassoperation zur Behandlung von Hauptstammstenosen gleichwertig berücksichtigt. Die PCI ist bei einem SYNTAX-Score von 0–32 Punkten eine sichere Alternative zur Bypassoperation. Bei einem SYNTAX-Score von mehr als 32 Punkten sollte die Bypassoperation bevorzugt werden. Bei der Planung und Durchführung der Hauptstamm-PCI wird der Einsatz der intravaskulären Bildgebung empfohlen. Bei Interventionen des Hauptstamms sollten ausschließlich Drug-eluting-Stents (DES) zur Anwendung kommen, wobei je nach Stenosemorphologie eine Ein- bzw. Zwei-Stent-Strategie in Frage kommt. Zeigt sich nur ein Tochtergefäß betroffen, ist das sog. „provisional stenting“ die bevorzugte Methode. Bei der Wahl der richtigen Zwei-Stent-Stratgie sind die anatomischen Bedingungen (Bifurkationswinkel, Gefäßdiameter) zu berücksichtigen. Gemäß Datenlage ist derzeit die DK-Crush-Technik den anderen Strategien (TAP, Culotte, Mini-Crush) vorzuziehen.
Titel
Interventionelle Behandlung der Hauptstammstenose
Verfasst von
O. Dörr
H. Möllmann
A. Elsässer
C. Liebetrau
C. W. Hamm
Prof. Dr. H. Nef
Publikationsdatum
31.10.2018
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Kardiologie / Ausgabe 6/2018
Print ISSN: 2731-7129
Elektronische ISSN: 2731-7137
DOI
https://doi.org/10.1007/s12181-018-0280-3
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