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Thoraxchirurgie

alle Nachrichten zum Thema

Thoracic-Outlet-Syndrom nur in Ausnahmefällen operieren!

Das Thoracic-Outlet-Syndrom erfordert nur in ganz bestimmten Fällen ein operatives Vorgehen. Beim DCK wurde vor schwerwiegenden Komplikationen des anspruchsvollen Eingriffs gewarnt.

Thoraxchirurgie am Lebensende: (k)ein Widerspruch

In bestimmten Situationen kann ein thoraxchirurgischer Eingriff Leiden lindern. Beim Chirurgiekongress in München wurde von einem Patienten berichtet, der wegen exulzerierenden Brustwandmetastasen eines Nierenzellkarzinoms unter großen Schmerzen litt und durch die starke Geruchsbildung sozial isoliert war. Wie ihm geholfen wurde?

Erste Op. des Tages gelingt oft nicht so gut

In einer französischen Studie hatten Chirurgiepatienten und -patientinnen, die morgens gleich als Erstes auf den Tisch kamen, deutlich schlechtere Karten als diejenigen, die erst später dran waren.

In der Chirurgie passieren weiterhin vermeidbare Fehler

Chirurgische Eingriffe bleiben für Patientinnen und Patienten risikobehaftet. Eine US-amerikanische Studie zeigt, dass bei 38% der stationär aufgenommenen Erwachsenen, die sich einer Operation unterzogen, unerwünschte Ereignisse auftraten – zwei Drittel davon wurden als potenziell vermeidbar eingestuft.

Spontanpneumothorax – aspirieren oder drainieren?

Sofern bei Spontanpneumothorax interventionelle Hilfe benötigt wird, stehen mehrere Verfahren zur Auswahl, wie die Anlage einer Thoraxdrainage und die Aspiration. Welches ist am besten geeignet? Eine Metaanalyse liefert neue Daten dazu.

Wann kann auf eine Axilladissektion verzichtet werden?

Der Trend bei der axillären Therapie von Betroffenen mit einem Mammakarzinom ist die Deeskalation. Ein wichtiger Meilenstein ist hierbei die SENOMAC-Studie: Deren Ergebnisse werden voraussichtlich die Leitlinienempfehlungen beeinflussen. 

Chronische Schmerzen nach Op. oft mit neuropathischer Komponente

In jedem zehnten Fall kam es in einer europäischen Studie postoperativ zu chronischen Schmerzen. Eine neuropathische Komponente war häufig, vor allem nach Brustkrebs-, aber auch nach Endometriose-Op. bzw. Kniegelenkersatz.

Oligo- oder Polymetastasen? Noch fehlen geeignete Biomarker

Eine aggressive Lokaltherapie kann einen Tumor mit Oligometastasen oft in Schach halten. Bislang bleibt Ärztinnen und Ärzten aber nicht viel mehr als das Metastasenzählen, um den Therapieerfolg abzuschätzen.

Nach Lobektomie bleibt Lungenkrebs führende Todesursache

In einer US-Studie war zehn Jahre nach einer Lobektomie jeder vierte Patient am Lungenkrebs verstorben. Gefordert werden Strategien zur besseren Erkennung von Rezidiven.

Perioperatives Colchicin enttäuscht in der Thoraxchirurgie

Anders als in der Herzchirurgie: Perioperatives Colchicin reduziert bei thoraxchirurgischen Eingriffen nicht das Risiko von Vorhofflimmern und Myokardinfarkten.

Wann ist ein ambulanter Eingriff zu riskant?

Wie findet man heraus, ob die geplante ambulante Op. für den Patienten oder die Patientin evtl. zu gefährlich ist? Ein Team aus Denver hat prä- und postoperative Risikofaktoren anhand von Registerdaten untersucht.

„Holen Sie Frischoperierte frühzeitig aus dem Bett!“

Ein „starkes Argument, frisch operierte Patienten und Patientinnen aus dem Bett zu bekommen“ liefert nach Ansicht eines JAMA-Kommentators eine groß angelegte Studie aus den USA.

„Primären Spontanpneumothorax erst einmal beobachten!“

Verlaufsbeobachtung, Aspiration oder Thoraxdrainage: Was ist die initiale Therapie der Wahl beim primären Spontanpneumothorax? In einer systematischen Übersicht wird ein klarer Sieger gekürt.

Wie sicher ist ambulantes Operieren?

Können sich Patientinnen und Patienten, die für einen ambulanten Eingriff ausgewählt wurden, in Sicherheit wiegen? Die Auswertung einer großen US-Datenbank zeigt: Die Eingriffe wurden offenbar mit Bedacht gewählt, das Risiko für postoperative Komplikationen war in der Studie vergleichsweise gering.

Instabilen Thorax nach Verletzung besser operieren?

Zur Frage, ob verletzte Patienten mit instabilem Thorax einer chirurgischen Stabilisierung der Brustwand unterzogen werden sollten oder nicht, gibt es nur unzureichende Daten. Nun liegen Ergebnisse einer randomisierten Studie vor.

Akute Aortendissektion: Mortalität ist gesunken

Akute Aortendissektionen vom Typ A sind ein dringlicher herzchirurgischer Notfall. Die Daten zur Mortalität sind allerdings veraltet. Ein internationales Medizinerteam hat sie nun aktualisiert.

NSCLC: Die optimale Nachsorge nach kompletter Resektion

  • 18.08.2022
  • NSCLC
  • Nachrichten

Kontrolluntersuchungen von Personen, deren nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom (NSCLC) vollständig entfernt wurde, steigern deren Überlebenschancen – wie sich die Art der Nachsorge darauf auswirkt, zeigen französische Daten.

Mit Herzschrittmacher im OP: Zehn Tipps für mehr Sicherheit

Damit Schrittmacher- und ICD-Patienten eine Op. ohne Zwischenfälle überstehen, sollten Sie einige Regeln beherzigen. Neue Leitlinien kommen von der British Heart Rhythm Society. Kernstück ist ein Katalog aus zehn „Schlüsselempfehlungen“.

Phagen machten den Weg frei – für eine neue Lunge

Manche Viren – die Phagen – töten Bakterien. Sie statt Antibiotika zu nutzen, klingt verheißungsvoll: Einem Mukoviszidose-Patienten konnte damit gegen eine Infektion mit Mycobacterium abscessus geholfen werden.

ERAS-Implementierung: Noch Luft nach oben!

Die ERAS-Leitlinie für die Thoraxchirurgie soll Komplikationen nach thoraxchirurgischen Eingriffen verringern und die Rekonvaleszenz beschleunigen. Eine Umfrage zeigt, dass zwischen Anspruch und Wirklichkeit in Deutschland noch eine Lücke klafft. 

Spontaner Pneumothorax: Zwischen nichts tun und Krankenhausbehandlung

Wesentlich für das Management eines spontanen primären Pneumothorax ist das Ausmaß der Symptome. Selbst deutlich symptomatische Patienten können wahrscheinlich häufig ambulant versorgt werden.

Traumaversorgung: Beim Thoraxröntgen bleibt vieles verborgen

Das Thoraxröntgen wird aufgrund der im Vergleich zur CT geringeren Strahlenbelastung und niedrigeren Kosten nach wie vor als initiales Screeningverfahren bei Patienten mit stumpfem Thoraxtrauma genutzt. Doch wie zuverlässig lassen sich Verletzungen detektieren? Die Antwort muss differenziert betrachtet werden.

So gut tut Musik nach der Herz-Op.

Patienten, die nach einer Herzklappen- oder Bypass-Op. Musik hören durften, zeigten in einer Metaanalyse deutlich weniger Ängste und Schmerzen.

Inhaliertes Indocyaningrün markiert den Tumorrand

Mit der Inhalation von Indocyaningrün, das im Nahinfrarotbereich fluoresziert, lässt sich intraoperativ der Rand von Tumoren der Lunge visualisieren – und zwar effizienter als mit intravenöser Injektion.

Wie riskant sind ambulante Operationen bei Herzinsuffizienzpatienten?

Auch eine unkomplizierte ambulante Op. ist bei Patienten mit Herzinsuffizienz offenbar mit einem erhöhten Sterberisiko verbunden. Das gilt möglicherweise selbst dann, wenn die Patienten unter entsprechender Medikation asymptomatisch sind.

Lungenresektion: Das sind Auslöser für Komplikationen

Während einer videoassistierten thorakoskopischen Lungenresektion lässt sich die Komplikationsrate  durch eine Op.-Dauer unter zwei Stunden sowie eine restriktive Flüssigkeitssubstitution niedrig halten.

NSCLC: Gefäßligatur zuerst bei Venen, dann bei Arterien?

  • 07.05.2019
  • NSCLC
  • Nachrichten

Erst die Ligatur der Lungenvenen, dann die der Arterien – dass verhindert möglicherweise bei Patienten mit einem nicht kleinzelligen Lungenkarzinom, die sich einer thorakoskopischen Lobektomie unterziehen müssen, die Streuung von Krebszellen in das Gefäßsystem.

Nur auf wenige klinische Zeichen ist Verlass

Von den vielen traditionell mit einer akuten Aortendissektion in Verbindung gebrachten Symptomen haben sich in einer Metaanalyse nur drei als zuverlässig erwiesen.

Bei Gebrechlichkeit werden auch "harmlose" Eingriffe riskant

Hat die Gebrechlichkeit eines Patienten Einfluss auf das Risiko, an einer Op.-Komplikation zu versterben? US-Forscher haben diesen Zusammenhang an knapp einer Million Menschen untersucht.

Brust an der falschen Stelle operiert – was tun?

Mit offenen Karten spielen, das Risikomanagement informieren und eine gründliche Ursachenanalyse betreiben – solche Maßnahmen raten US-Chirurgen ihren Kollegen, wenn sie das Skalpell an der falschen Stelle angesetzt haben.

Bypass-Op.: Männer brauchen Herz-Lungen-Maschine

Fünf Jahre nach einer Bypass-Op. mit Unterstützung durch eine Herz-Lungen-Maschine leben mehr Patienten als nach einer Op. ohne extrakorporale Zirkulation. Dies gilt zumindest für Männer.

Thymektomie hilft, wirkt aber keine Wunder

Seit Jahrzehnten wird darüber spekuliert, welcher Stellenwert der Thymektomie in der Therapie der Myasthenia gravis zukommt. Nun liegen die Ergebnisse einer randomisierten Studie vor.

Auch junge Chirurgen oft schon ausgebrannt

In welchen chirurgischen Fachgebieten sind die Burnout-Raten am höchsten und wer hadert mit seinem Job am meisten? Ein Forscherteam aus Washington ist diesen Fragen nachgegangen. 

60 Ösophagektomien bis zur Expertise

Ösophagektomien gehören zu den schwierigsten Eingriffen der Krebschirurgie. Entsprechend lange dauert es, bis Chirurgen genügend Erfahrung erlangt haben, um die mit dem Eingriff verfolgten Ziele sicher zu erreichen.

Herzstillstand nach Vagusstimulation

Das intraoperative Neuromonitoring zum Schutz des Nervus laryngeus recurrens bei Eingriffen an der Schilddrüse oder Nebenschilddrüse gilt als sichere Maßnahme. Glaubt man jüngsten Fallberichten, stimmt das womöglich nur bedingt.

Op. auch bei vielen „inoperablen“ Lungentumoren gerechtfertigt

Auch bei Hochrisikopatienten mit Stadium-I-Lungentumoren kann sich eine Resektion durchaus lohnen. Darauf deutet die Auswertung eines kleinen US-Registers.

Fern-Präkonditionierung vor Herz-Op enttäuscht

Forscher setzen auf Fern-Präkonditionierung, um Organschädigungen bei Herz-Operationen vorzubeugen. Ergebnisse einer Multicenter-Studie enttäuschen.

Lymphknoten-Resektion bei Ösophagus-Ca.: Wie viele dürfen es denn sein?

Bei der chirurgischen Therapie des Ösophaguskarzinoms scheint das Ausmaß der Lymphadenektomie das postoperative Überleben der Patienten nicht zu beeinflussen. Diese Erkenntnis stellt somit die gegenwärtige Leitlinienempfehlung infrage.

Elektive Herzoperationen lieber auf den Vormittag legen

Elektive Herzoperationen, die erst um 15 Uhr beginnen, sind einer US-Studie zufolge mit einem doppelt so hohen Mortalitätsrisiko behaftet wie Eingriffe, die früher starten.

Spontan-Pneumothorax: Wann operieren? 

Ob man einen Pneumothorax operativ versorgt, hängt vor allem von der Ausdehnung und vom Rezidivrisiko ab. Bei der Therapieentscheidung müssen aber auch patientenspezifische Faktoren wie Begleiterkrankungen, Beruf oder die Angst vor einem erneuten Ereignis berücksichtigt werden.

Ausgewertet: Behandlungsfehler in der Lungenchirurgie

Die Thoraxchirurgen ziehen eine positive Bilanz: Bei Operationen an der Lunge sind im vergangenen Jahrzehnt nur wenige Schadensfälle aufgetreten.

Höhere Frühmortalität nach sekundärem Bypass

Eine sekundäre, nach vorangegangener perkutaner Koronarintervention (PCI) vorgenommene Bypass-Operation hat laut den Ergebnissen einer Metaanalyse etliche Nachteile gegenüber einem primären Eingriff.

Aderlass: im Schnitt ein halber Liter nur für Bluttests

Durch Bluttests im Zusammenhang mit einer Herz-Op. verliert jeder Patient im Schnitt so viel Blut, wie sich in ein bis zwei Erythrozyteneinheiten befindet.

Schussverletzung: Muss die Kugel raus?

Beim Thema Schussverletzungen sitzen selbst erfahrene Chirurgen offenbar zahlreichen Mythen auf. Dies könne die Patientenversorgung im Ernstfall beeinträchtigen, warnen Chirurgen aus Kalifornien.

Chirurgen präsentieren Liste von Hochrisiko-Operationen

US-Chirurgen haben eine umfangreiche Liste von operativen Eingriffen zusammengestellt, die als Hochrisiko-Operationen bei Älteren gelten.

Über zwei Millionen Lebensjahre durch Transplantationen gewonnen

Mehr als zwei Millionen Jahre Lebenszeit haben Empfänger von Spenderorganen in 25 Jahren durch Transplantationen gewonnen. Eine US-Studie zeigt deutlich, in welchem Ausmaß schwer kranke Patienten von einer Organspende profitieren.

Herzchirurgie: Gesamtzahl der Eingriffe leicht gestiegen

Die Fachgesellschaft der deutschen Herzchirurgen hat ihre Leistungsstatistik 2014 veröffentlicht.

So steht es um die Versorgung von herzkranken Kindern

Jedes 100. Kind wird mit einem Herzfehler geboren; in Deutschland sind das über 7000 pro Jahr. Fakten zur Versorgung dieser Patienten waren Thema bei der Präsentation des aktuellen Herzberichts in Berlin.

Beim Operieren öfter mal ein Blick zur Uhr

Chirurgen, die sich bei der Op. zu viel Zeit lassen, sind ein unabhängiger Risikofaktor für den Patienten – das scheint für nahezu jeden Eingriff zu gelten. In einer US-Studie stieg die Komplikationsrate mit jeder zusätzlichen Stunde, die operiert wurde.

Wake me up before you go-go – die Top-Charts für Chirurgen

Chirurgen lieben Musik bei der Arbeit, auch die Patienten profitieren von beruhigenden Klängen. Manche Songs sind aber gänzlich ungeeignet – vor ihnen sollten sich die Ärzte hüten.

Op. beim Lungenkarzinom: thorakoskopisch oder offen?

Beim Bronchialkarzinom macht es im Zusammenhang mit dem Gesamtüberleben keinen Unterschied, ob der Eingriff offen oder thorakoskopisch erfolgt.

Sepsis steigert Thromboserisiko

Patienten mit einer präoperativen Sepsis sind besonders gefährdet, nach dem Eingriff eine arterielle oder venöse Thrombose zu erleiden. Das Risiko steigt mit dem Schweregrad der systemischen Entzündung.

Augentraining hilft Chirurgen, sich zu fokussieren

Ein spezielles Konzentrationstraining, bei dem man lernt, die Augen über längere Zeit auf einem Punkt ruhen zu lassen, verbesserte bei chirurgischen Neulingen die Geschicklichkeit beim Knotenknüpfen. Diese Fähigkeit wirkte sich insbesondere in Stresssituationen positiv aus.

Pneumothorax: Mechanische Pleurodese ohne Vorteil

Patienten mit einem Spontanpneumothorax profitieren nicht von einer zusätzlich zur Wedge-Resektion vorgenommenen mechanischen Pleurodese.

Herzschrittmacher und Mammachirurgie: Hier gibt es Mängel

Der Qualitätsreport 2013 wirft ein Schlaglicht auf die Qualität der Versorgung in den Krankenhäusern. Fazit: Das Qualitätsniveau ist stabil. Aber es gibt Ausreißer.

Sicherheitscheck verbessert die Ergebnisse in der Chirurgie

Um die Patientensicherheit in der Chirurgie zu erhöhen, hat die Weltgesundheitsorgansisation WHO eigens eine Checkliste entworfen. Norwegische Forscher haben nun randomisiert und kontrolliert untersucht, ob die Liste ihren Zweck erfüllt.

Komplexe Eingriffe: DKG wirbt für Zweitmeinung

Mehr Mut zur zweiten ärztlichen Meinung, vor allem bei Operationen: Die Krankenhausgesellschaft hätte gerne, dass die Kliniken öfter auf die Option zur Zweitmeinung hinweisen.

Weniger Transfusionen, weniger Infektionen

Eine aktuelle Metaanalyse bestätigt die Praxis der restriktiven Gabe von Erythrozyten-Konzentraten. Durch die Beschränkung auf Patienten mit niedrigeren Hämoglobin-Werten sinkt das Risiko für therapieassoziierte Infektionen.

Aufklärung: Urteil stärkt Ärzten den Rücken

Der BGH hat ein Leiturteil zum Streit um die Inhalte des ärztlichen Aufklärungsgesprächs gefällt. Ärzte kommen dabei gut weg: Denn ihnen sollten die Gerichte im Zweifel, wenn zum Beispiel keine Dokumentation vorliegt, eher glauben als den Erinnerungen von Patienten, so die Richter.

Zwischenfälle im OP: Chirurgen wünschen sich mehr Unterstützung

Blamieren will sich keiner. Doch einen offeneren Umgang mit chirurgischen Komplikationen und Fehlern wünschen sich offenbar viele Chirurgen, wie eine britische Studie zeigt.

Komplikationen bei jeder siebten Op

Bei etwa 14% aller chirurgischen Eingriffe kommt es zu unerwarteten Komplikationen. Mehr als ein Drittel davon wäre vermeidbar. Die meisten Fehler passieren allerdings nicht während der Op, sondern davor und danach.

Weniger Krach im OP senkt Komplikationsrate

Kinderchirurgen aus der Uniklinik Hannover ist es gelungen, mithilfe eines umfassenden Lärmschutzpakets störende Geräusche im Operationssaal signifikant zu reduzieren. Die postoperative Komplikationsrate sank im Gefolge deutlich.

Handschuhe und Kittel: Intensive Nutzung verbessert Prävention kaum

Handschuhe und Kittel senken offenbar auf der Intensivstation nicht das Risiko, resistente Keime zwischen den Patienten zu übertragen.

Syrien: Kranke wurden gezielt angegriffen

Nach dem mutmaßlichen Giftgas-Einsatz in Syrien denken die USA über einen Vergeltungsschlag nach. Welche Folgen ein Angriff für die medizinische Versorgung im Land hätte, beschreibt Dr. Frank Dörner, Geschäftsführer der deutschen Sektion von Ärzte ohne Grenzen, im Interview.

Wenn der Elektrokauter zum Feuerzeug wird

Brenzlige Situationen sind im OP keine Seltenheit. Doch manchmal, wenn auch nicht oft, brennt es buchstäblich. US-Forscher haben untersucht, welche Faktoren zum Ausbruch eines Feuers beitragen und wie man solchen Zwischenfällen vorbeugen kann.

Fäden mit Stammzellen verbessern die Wundheilung

Mesenchymale Stromazellen (MSC) sind pluripotente Stammzellen, die auch aus Gewebe von Erwachsenen isoliert werden können. Sie sind derzeit ein beliebter Forschungsgegenstand. So wird geprüft, ob MSC Hautersatzmaterialien bioaktivieren und so die Wundheilung beschleunigen können. Auch Fäden könnten zukünftig so „getunt“ werden.

So lässt sich die Organspender-Behandlung optimieren

Die Altersgrenze für Spenderorgane ist in den vergangen Jahren immer weiter gestiegen. Dieser Trend wird bei dem herrschenden Organmangel weiter anhalten. Wichtig ist gerade hier die optimale Behandlung des Spenderorgans. Zwischen Theorie und Praxis klafft aber noch eine Lücke.

Transplantatentnahme auf Dritte-Welt-Niveau

Viele Transplantate haben eine mangelhafte Qualität. Nicht selten sind die Operateure bei der Organtransplantation schuld - ein auch im internationalen Vergleich unhaltbarer Zustand, wie Transplantationsmediziner finden.

Nadelstichverletzungen: unterschätzt und zu selten gemeldet

Davor ist kein Chirurg gefeit: Verletzungen mit Nadel oder Skalpell ereignen sich in Europa jedes Jahr fast eine Million Mal. Viele Kollegen scheuen sich jedoch, den Vorfall zu melden. Dabei wird das Risiko einer Infektionsübertragung, vor allem mit Hepatitis B, deutlich unterschätzt.

Von der Schwierigkeit, die Sicherheitscheckliste einzuführen

Damit die Sicherheitscheckliste Chirurgie erfolgreich etabliert werden kann, sind unter anderem ein entsprechendes Training, Feedback und regelmäßige Audits erforderlich.

Zeitgewinn im OP durch Erfahrung und eingespielte Teams

Wie lang eine bilaterale Mamma-Reduktionsplastik braucht, hängt nicht nur davon ab, wie viele Brustverkleinerungen die Chirurgen bereits durchgeführt haben. Entscheidend ist auch, wie oft die Ärzte schon gemeinsam am Op.-Tisch standen.

Flatterthorax: Chirurgische Stabilisierung hat Vorteile

Noch ist die chirurgische Stabilisierung nicht allgemeiner Therapiestandard beim Flatterthorax. Doch die Studiendaten mehren sich, wonach dieses Vorgehen gegenüber der konservativen Behandlung zu bevorzugen ist.

Wundtherapie: Studie testet neue Methode für die Regelversorgung

Die Unterdruck-Wundtherapie könnte nicht nur Patienten eine bessere Wundheilung bringen. Sie hat auch Vorteile für Ärzte und Pflegekräfte. Zwei Studien sollen nun ihren Nutzen für die Regelversorgung untersuchen. Ein Gefäßchirurg erklärt, worum es genau geht.

Könnten mehr reanimierte Patienten gerettet werden?

Ob chirurgische Patienten nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand wieder ins Leben zurückgeholt werden können, hängt unter anderem offenbar davon ab, welche Komplikationen sich kurz vor der Reanimation einstellen.

Per Patientenverfügung vorzeitig ins Grab?

Geriatrische Patienten, die Wiederbelebungsmaßnahmen per Verfügung ablehnen, haben nach Notoperationen ein signifikant höheres Sterberisiko als Patienten in gleicher Lage, die eine Reanimation erlauben.

„Oh Gott, wir haben den Falschen operiert!“

Tupfer im Patienten gelassen, am falschen Körperteil operiert oder gar den Patienten verwechselt: Solche und andere „Never events“ passieren in US-amerikanischen Kliniken jedes Jahr gut 4000-mal.

Je kränker ein Patient, desto höher sein ARDS-Risiko

Am akuten Atemnotsyndrom („Acute Respiratory Distress Syndrome“, ARDS) stirbt fast jeder dritte Betroffene. Welche Patienten sind besonders gefährdet, ein ARDS zu entwickeln?

Diagnosestau vor der Op.: Für viele Patienten endet das fatal

Zehn Prozent aller Todesfälle bei Chirurgiepatienten stehen mit einer verzögerten Diagnostik in Zusammenhang. Neben Schlamperei und Unerfahrenheit spielte dabei auch mangelnde Kommunikation eine Rolle.

Statine schützen vor postoperativem Nierenversagen

Chirurgische Patienten, die präoperativ mit Statinen behandelt werden, entwickeln postoperativ seltener eine akute Niereninsuffizienz.

Spektakuläre Ansichten: Chirurgie als Kunst

Eine Frage des Blickwinkels, des Bildausschnitts und der Vergrößerung - mit reiner Dokumentation hat diese OP-Fotografie nichts mehr zu tun. Die Fotoausstellung auf dem Chirurgenkongress 2012 zeigte faszinierende Bilder der "Art of Surgery".

Erweiterung der Checkliste für weniger Fehler im OP?

Eine Checkliste für die OP-Ausstattung könnte helfen, die Sicherheit für Patienten weiter zu erhöhen.

Operationswunden heilen ohne Verband genauso gut

Ob man eine Operationswunde nach dem Verschluss mit einem Verband versorgt oder nicht, spielt für das Infektionsrisiko offenbar keine Rolle. Das wollen britische und australische Chirurgen im Zuge einer Metaanalyse herausgefunden haben.

Mit Hightech gegen das Vergessen im OP

Eine verbesserte Kommunikation und Hightech können helfen, die Rate im Körper belassener Fremdkörper bei einer Op. zu verringern.

Behandlungsfehler durch Ablenkung bei der Op.

Zwischenfragen während der Op., die mit dem Eingriff nichts zu tun haben, können die Sicherheit des Patienten gefährden.

Während Langzeit-Op. alle 20 Minuten stretchen?

Chirurgen sollten während langwieriger Operationen alle 20 Minuten kurz pausieren und ein paar Stretch-Übungen machen. Solche „Mikropausen“ helfen gut gegen Verspannungen und Ermüdungserscheinungen.

Ironman-Sieger Stadler nach Herz-Op beim Triathlon

Ein Jahr nach seiner schweren Herzoperation lief der zweifache Ironman-Hawai-Sieger Normann Stadler (39) am 29. Juli an der Seite seines Operateurs, Professor Matthias Karck beim Triathlon „Heidelbergman“ ins Ziel.

Spannungspneu: Wohin mit der Nadeln stechen?

Beim Spannungspneumothorax könnte für die Platzierung der Kanüle zur Dekompression der 5. Interkostalraum erfolgversprechender sein als der zweite.

Wie gut taugen Raucherlungen als Spenderlungen?

Eine neue Lunge, die  von einem Raucher stammt, ist schlechter als die von einem Nichtraucher. Noch schlechter wäre es, Raucher von der Lungenspende auszuschließen.

Nach ärztlicher Fehlleistung im OP: Sterben nicht erlaubt?

Wenn ein Patient nach einer fehlgeschlagenen Operation den Wunsch äußert, sterben zu wollen, weil die Folgen aus seiner Sicht ein Weiterleben unerträglich machen, kann es gut sein, dass ihn ärztlicher Optimismus daran hindert.

Nach Op haben Raucher vor allem mit Nekrosen zu kämpfen

Wer Raucher ist, verschlechtert bekanntlich nach einem chirurgischen Eingriff die Wundheilung. Die meisten Daten dazu gibt es von Brustoperationen.

Hybrid-OP ist mehr als eine Kreuzung von Arten

Das Zusammenwachsen medizinischer Fachdisziplinen erfordert es medizintechnische Ausrüstungen zu kombinieren, sie miteinander zu verschmelzen, gerade auch in den chirurgischen Disziplinen. Das moderne Konzept des Hybrid-OPs symbolisiert dies in besonderer Weise.

Patientenvideo baut Op.-Ängste ab

Ein Patientenvideo kann helfen, Ängste vor einem operativen Eingriff abzubauen. Per Film aufgeklärte Lungenresektionspatienten litten postoperativ zudem weniger Schmerzen.

Das Infektionsrisiko schwangerer Ärztinnen

Invasive Tätigkeiten schwangerer Ärztinnen müssen künftig möglich sein, fordern eine Betriebsärztin, Infektiologen, Internisten und Chirurgen aus Frankfurt am Main. Sie drängen auf eine Aktualisierung des Mutterschutzgesetzes und handhabbare Durchführungsbestimmungen.

Plättchenhemmung kann oft beibehalten werden

Die Blutungsgefahr unter der Therapie mit Plättchenhemmern wird meist überbewertet, während das kardiovaskuläre Risiko bei perioperativem Absetzen der Medikamente vielfach unterschätzt wird. In Deutschland findet sich eine dementsprechend heterogene Handhabung der antithrombozytären Therapie bei thoraxchirurgischen Eingriffen.

Eiweiß- und Nikotinentzug vor der Elektiv-Op?

Eine proteinarme Diät vor chirurgischen Eingriffen verbessert womöglich die Stressresistenz der Operierten. Das haben Versuche an Mäusen ergeben. Schon jetzt in der Praxis umsetzbar wäre ein sechswöchiger Rauchstopp vor Operationen.

Nur ein harmloser Fehler – oder doch ein bisschen schlimmer?

Medizinische Fehler werden vom Verursacher meist nur gemeldet, wenn sie ernsthaften Schaden angerichtet oder zum Tod des Patienten geführt haben. Jetzt sind Bestrebungen im Gang, alle Fehler, unabhängig von deren Folgen, sofort offenzulegen.

So lassen sich Wundinfektionen vermeiden

Scharfe Rasuren vor Operationen sind obsolet, betonen Krankenhaushygieniker. Mit einer Reihe perioperativer Maßnahmen kann die Rate postoperativer Wundinfektionen reduziert werden.

Colitis und Crohn treiben Thromboserisiko nach Op in die Höhe

Bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) ist das Thromboserisiko durch eine Op noch stärker erhöht als bei Patienten ohne CED.

Die Angst der Chirurgen vor der Patientenverfügung

Verfügen Patienten, dass postoperativ bestimmte Maßnahmen unterbleiben sollen, ist das für viele Chirurgen ein möglicher Grund, auf den Eingriff zu verzichten.

Blutstillung gleich beim Schneiden

Weniger Zeitaufwand und geringerer Blutverlust sind die Vorteile der Hochfrequenzchirurgie gegenüber der Arbeit mit dem Skalpell. Ob dies nicht nur im Gewebe, sondern auch beim Hautschnitt gilt, haben neuseeländische Forscher untersucht.

Neu im Fachgebiet Chirurgie

Wie Chirurgen durch Missgeschicke zu zweiten Opfern werden

Wenn sich in der Medizin verhängnisvolle Komplikationen oder Fehler ereignen, gibt es neben den betroffenen Patienten oft ein zweites Opfer: die behandelnden Ärztinnen oder Ärzte. Eine dafür besonders anfällige Disziplin ist die Chirurgie.

Wenn die Teestunde in der Notaufnahme endet

Den heißen Tee in der Hand und die Wärmflasche auf dem Bauch: Gerade im Winter bringt man solche Situationen im Allgemeinen mit Wohlbehangen in Verbindung. Ein chirurgisches Team warnt jedoch mit einer Serie von Verbrühungsfällen vor Unachtsamkeit.

Schlechtere Blutungskontrolle mit kryokonservierten Thrombozyten?

In einer australischen Nichtunterlegenheitsstudie waren kryokonservierte Thrombozyten zur Behandlung von Blutungen im Zusammenhang mit einer Herz-Op. hämostatisch weniger wirksam als herkömmliche Konzentrate.

Kommt die Früherkennung von Pankreaskrebs in Sicht?

Späte Diagnose, frühe Tumorstreuung: Menschen mit Pankreaskarzinom haben nach wie vor eine trübe Prognose. In einer Studie ist getestet worden, ob die Flüssigbiopsie helfen könnte, die Situation zu verbessern.

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Bildnachweise
Traumatischer Enterothorax/© Besenbäck M et al. doi.org/10.1007/s10049-025-01537-0 unter CC-BY 4.0, Oligometastasierung Fluordesoxyglukose-Positronenemissionstomographie-Computertomographie (FDG-PET-CT)./© Krug, D. et al. / all rights reserved Springer Medizin Verlag GmbH, Nekrotisierende Fasziitis/© Wehrkamp K et al. / all rights reserved Springer Medizin Verlag GmbH, Periduralanästhesie/© Pöpping DM, Gogarten W / all rights reserved Springer Medizin Verlag GmbH, Physiotherapeut behandelt Patientin an Schulter/© © contrastwerkstatt / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Medizinisches Personal während einer Op/© Morsa Images / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodellen), Laparoskopische Operation/© romaset / stock.adobe.com, Herzoperation/© ungvar / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Pneumothorax /© Springer Medizin Verlag GmbH, Präparateradiographie eines clipmarkierten, drahtlokalisierten target lymph node/© Wihlfahrt K et al. / all rights reserved Springer Medizin Verlag GmbH, Ärztinnen und Ärzte im OP/© Svitlana / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Lebermetastase/© T. Kraus / Chirurgie im Bild, Lungenmetastasendiagnostik/© Krämer S. et al. / all rights reserved Springer Medizin Verlag GmbH, Ausgeprägtes Pneumomediastinum im CT/© Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie der Oberlausitz-Kliniken gGmbH (mit freundlicher Genehmigung), Hustendes Mädchen beim Arzt/© JPC-PROD / Fotolia (Symbolbild mit Fotomodell), Behandlungspfad: Vorgehen bei Pneumothorax und Pleuraerguss/© Springer Medizin Verlag GmbH, Search Icon, Arzt stützt sich nachdenklich ab/© Wavebreakmedia / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell), Mann niest in Ellbogen/© Drazen Zigic / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell), Titel/© alexandre / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Blutproben in Zentrifuge/© Maksym Yemelyanov / stock.adobe.com