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01.09.2009 | Schwerpunkt | Ausgabe 9/2009

Der Internist 9/2009

Thrombembolien und pulmonale Hypertonie

Zeitschrift:
Der Internist > Ausgabe 9/2009
Autor:
Dr. D. Drömann

Zusammenfassung

Die chronisch thrombembolische pulmonale Hypertonie stellt eine häufige Form der pulmonalen Hypertonie dar, die als Spätfolge nach symptomatischen und symptomlosen Lungenarterienembolien auftritt und mit einer hohen Morbidität und Mortalität assoziiert ist. Die Prognose der Erkrankung wird maßgeblich durch das Ausmaß der rechtsventrikulären Dysfunktion bestimmt. Eine unvollständige Revaskularisation des Gefäßbetts sowie möglicherweise auch eine In-situ-Thrombosierung führen zu einer Verminderung des Gefäßbettdurchmessers, aus der eine veränderte Druck- und Volumenbelastung der noch perfundierten Gefäße resultiert. Dies kann in den noch perfundierten Arealen ähnliche Prozesse auslösen, wie sie bei der pulmonalarteriellen Hypertonie beschrieben sind. Allerdings sind die zum Umbau der Pulmonalarterien beitragenden Pathomechanismen noch unzureichend verstanden. Therapeutisch sollte prinzipiell die Endarteriektomie des organisierten thrombotischen Materials bei gegebener Indikation angestrebt werden. Bei inoperablen Patienten oder postoperativ persistierender pulmonaler Hypertonie sind die für die pulmonalarterielle Hypertonie zugelassenen medikamentösen Therapien in Erwägung zu ziehen. Diese könnten Symptomatik und Langzeitüberleben verbessern, allerdings bleibt dies in kontrollierten Studien zu prüfen.

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