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28.10.2020 | Thrombose | Originalien | Sonderheft 1/2021

coloproctology 1/2021

Analvenenthrombose – Exzision als Therapie der Wahl

Zeitschrift:
coloproctology > Sonderheft 1/2021
Autoren:
J. Ostendorf, P. Vassiliu, K. Kühling, I. Massalis, M. M. Luedi, Prof. Dr. med. Dr. phil. D. Doll
Wichtige Hinweise
Die englische Version dieses Beitrags ist unter https://​doi.​org/​10.​1007/​s00053-019-0381-x zu finden.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Rezidivraten von Exzision, Inzision und konservativer Therapie der Analvenenthrombose (AVT) sind unklar. In diesem Beitrag wird die Behandlungseffizienz dieser Behandlungsmethoden unter Zuhilfenahme der Kaplan-Meier-Statistik verglichen. Unsere Nullhypothese H0 postuliert, dass die Inzision der AVT eine vergleichbar niedrige Rezidivrate erzielen kann wie die chirurgische Exzision.

Methoden

Bei 150 Patienten wurden in einem Norddeutschen Krankenhaus zwischen 2013 und 2017 Telefoninterviews durchgeführt und deren Daten analysiert.

Ergebnisse

Während die Rezidivfreiheit bei konservativer Behandlung 22 % und nach Inzision 21 % betrug, konnte nur die chirurgische Exzision eine postoperative Rezidivfreiheit von 86 % nach 4 Jahren erreichen. Während die konservative und die inzisionelle Therapie sich statistisch nicht unterschieden, erwies sich die chirurgische Exzision als statistisch signifikant besser als die beiden anderen Behandlungen (p > 0,001).

Schlussfolgerung

Die Null-Hypothese H0, welche postulierte, dass die Inzision der AVT eine vergleichbar niedrige Rezidivrate erzielen könne wie die chirurgische Exzision, muss zurückgewiesen werden. Die Inzision der Analvenenthrombose sollte nicht mehr durchgeführt werden, da sie schmerzhaft, sinnlos und bei vier von fünf Patienten mit einer ähnlich hohen Rezidivrate assoziiert ist wie die konservative Behandlung. Die chirurgische Exzision ist die einzige Methode, die ein rezidivfreies Ergebnis über Jahre sicherstellen kann, daher sollte sie zukünftig die Behandlungsmethode der Wahl darstellen.

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