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Die Nephrologie

Neue Komplementinhibitoren

Erschienen in:

Zusammenfassung

Das Komplementsystem ist ein zentraler Bestandteil des angeborenen Immunsystems und spielt eine entscheidende Rolle bei der Abwehr von Krankheitserregern, der Beseitigung zellulärer Abfallprodukte und der Aktivierung immunologischer Effektormechanismen. Eine Fehlregulation kann jedoch zu einer Überaktivierung führen, was erhebliche Organdysfunktionen zur Folge haben kann – häufig beginnend mit einer Schädigung von Endothelzellen. Die therapeutische Anwendung von Komplementinhibitoren in der Nephrologie wurde v. a. durch die Behandlung des atypischen hämolytisch-urämischen Syndroms (aHUS), als Form der komplementvermittelten thrombotischen Mikroangiopathie (TMA), etabliert. Mit dem wachsenden Verständnis der pathophysiologischen Bedeutung des Komplementsystems bei verschiedenen Nierenerkrankungen wurde im Jahr 2025 mit Iptacopan – einem oralen Faktor-B-Inhibitor – erstmals eine spezifische Therapie für die C3(Komplementfaktor C3)-Glomerulopathie zugelassen. Weitere Indikationen wie die IgA(Immunglobulin A)-Nephropathie und die Lupusnephritis befinden sich derzeit in klinischer Erprobung. Diese Arbeit gibt einen Überblick über aktuelle Fortschritte zur Studienlage und zur Anwendung neuer Komplementinhibitoren, erläutert deren Wirkmechanismen und fasst die bisherigen Studienergebnisse zusammen.
Titel
Neue Komplementinhibitoren
Verfasst von
Dr. Jessica Kaufeld
Publikationsdatum
04.09.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Nephrologie / Ausgabe 6/2025
Print ISSN: 2731-7463
Elektronische ISSN: 2731-7471
DOI
https://doi.org/10.1007/s11560-025-00875-x
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