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Professor Dr. Dr. h.c. Hans Konrad Müller-Hermelink (Abb. 1) wurde 1943 in Tübingen geboren und studierte von 1962 bis 1968 Medizin in Tübingen, Montpellier und Kiel. Seine Facharztausbildung erfolgte überwiegend in Kiel, wo er bei Professor Karl Lennert, dem Begründer der neuen, biologisch orientierten Kiel-Klassifikation maligner Lymphome, Gründer des Kieler Lymphomregisters und Gründer der Europäischen Gesellschaft für Hämatopathologie (EA4HP), arbeitete und dort früh in Kontakt mit Fragestellungen der Biologie und Diagnostik maligner Lymphome und von Thymomen kam. Professor Müller-Hermelink publizierte wissenschaftliche Arbeiten über die Topografie und Funktionalität von lymphoiden Zellen in physiologischen und pathologisch veränderten Kompartimenten der Lymphknoten und des Thymus, habilitierte sich 1976 bei Karl Lennert und etablierte sich früh im wissenschaftlichen Feld von Lymphomen und Thymomen. Im Jahr 1985 folgte der Ruf auf die C4-Professur an das Institut für Allgemeine Pathologie und pathologische Anatomie an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg, dem er bis 2009 vorstand. Schon sehr früh gelang es ihm, das Institut zu modernisieren und mit den seinerzeit neuen und revolutionären Techniken der Immunhistochemie und Molekularbiologie auszustatten. Sein wissenschaftliches Interesse war breit. Besonders hervorzuheben sind aber seine in vielen Bereichen grundlegenden Arbeiten im Bereich der Thymome und malignen Lymphome. Zeugnis dieser Aktivitäten sind insbesondere die frühen Arbeiten zur Charakterisierung epithelialer Thymustumoren und ihrer Bedeutung für die Entstehung der Myasthenia gravis wie auch – insbesondere – seine Beteiligung an der Schaffung einer modernen, zeitgemäßen und biologisch orientierten Taxonomie und Klassifikation von Thymustumoren, die dann auch von der WHO akzeptiert und übernommen wurde. Unter seinen mannigfaltigen Beiträgen zur Genetik und Biologie maligner Lymphome seien hier nur seine Publikationen zur Biologie von Lymphomen des Mukosa-assoziierten lymphatischen Systems (MALT-Lymphome), der follikulären und aggressiven B-Zell-Lymphome erwähnt. Aufgrund seiner Verdienste in der Lymphompathologie konnte er 1990 das Referenzzentrum für Lymphknoten- und Hämatopathologie in Würzburg gründen. Gleichzeitig wurde er in die International Lymphoma Study Group (ILSG) berufen, eine Gruppe von Lymphomwissenschaftlern, die entscheidende Impulse in der Aufdeckung grundlegender pathogenetischer Mechanismen dieser Erkrankungen gab und die maßgeblich die Entwicklung der modernen, auch heute noch gültigen Lymphomklassifikation vorantrieb, zunächst in der Schaffung der bahnbrechenden Revised-European-American-Lymphoma(REAL)-Klassifikation 1994 und dann der WHO-Klassifikationen von 2001, 2008 und 2017. Konsequenterweise war Professor Müller-Hermelink Autor und Co-Autor zahlreicher Kapitel der WHO-Klassifikationen von 2000 bis 2017 und Mitglied des Steering Boards der Klassifikation von 2001. Aufgrund seiner herausragenden wissenschaftlichen Leistungen erhielt er 2009 den Preis der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) für translationale Forschung, 2011 die Rudolf-Virchow-Medaille der Deutschen Gesellschaft für Pathologie und die Karl-Lennert-Medaille der European Association for Haematopathology. Professor Müller-Hermelink war 1991–1994 Dekan der Medizinischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pathologie 1996 und 1996–98 Präsident der European Association for Haematopathology. In den Jahren 2000 bis 2006 leitete er in Würzburg als Sprecher das Graduiertenkolleg GRK 639 „Molekulare und strukturelle Grundlagen der Tumorinstabilität“.
Abb. 1
Professor Dr. Dr. h.c. Hans Konrad Müller-Hermelink (Quelle: Universität Würzburg, Institut für Pathologie, Abdruck mit freundl. Genehmigung)
18. - 21. Februar 2026 | BerlinAuf dieser Seite halten wir Sie mit tagesaktuellen Berichten vom Deutschen Krebskongress auf dem Laufenden. Außerdem finden Sie hier Ausblicke auf spannende Themen, die vor Ort diskutiert werden. Expertinnen und Experten erzählen, auf welche DKK-Sessions sie sich besonders freuen.
Das klinische Bild von APDS ist heterogen mit erhöhter Infektanfälligkeit, Immunschwäche, Autoimmunität, Malignität, Allergien und Autoinflammation. Betroffene weisen zwar typische Laborabnormitäten auf, aber eine eindeutige Diagnose kann jedoch nur anhand einer genetischen Untersuchung gestellt werden.
Ursache von APDS (Activated Phosphoinositide 3-Kinase Delta Syndrome) ist ein Gendefekt der zellulären Phosphoinositid-3-Kinase δ (PI3Kδ). Dieses Enzym gehört zur Familie der Kinasen und spielt eine zentrale Rolle bei der zellulären Signaltransduktion, insbesondere bei der Entwicklung und Funktion des Immunsystems.
Beim Activated Phosphoinositide 3-Kinase Delta Syndrome (APDS) handelt es sich um einen seltenen, schweren progredienten Immundefekt mit äußerst heterogener Symptomatik. Eine frühzeitige Diagnosestellung und Therapie ist für das Überleben der Patienten von entscheidender Bedeutung.