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21.12.2016 | Originalien | Ausgabe 11/2017

Der Ophthalmologe 11/2017

Tiefe anteriore lamelläre Keratoplastik

Erfahrungen und Ergebnisse der ersten 100 konsekutiven DALK aus der Kölner Universitätsaugenklinik

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 11/2017
Autoren:
Dr. F. Schaub, L. M. Heindl, P. Enders, S. Roters, B. O. Bachmann, C. Cursiefen

Zusammenfassung

Hintergrund

Die tiefe anteriore lamelläre Keratoplastik (DALK) stellt eine Therapieoption für Patienten mit Erkrankungen des kornealen Stromas ohne Endothelbeteiligung dar. Diese lamelläre Operationstechnik wird seit Juli 2011 am Zentrum für Augenheilkunde der Universität zu Köln angewandt.

Methoden

Eingeschlossen wurden die ersten 100 konsekutiv durchgeführten DALK. Untersucht wurden Indikationen, Durchführbarkeit der Operation, postoperativer Verlauf sowie Komplikationen und klinische Ergebnisse im Mittel 3 Monate nach vollständigem Fadenzug. Ebenfalls erfasst wurde die Konversionsrate zur perforierenden Keratoplastik bei allen geplanten DALK während des Beobachtungszeitraums. Die mittlere Follow-up-Zeit betrug 25,6 ± 13 Monate.

Ergebnisse

In 99 Augen von 97 Patienten (72 Männer, 25 Frauen; 43,5 ± 16,9 Jahre) wurden die ersten 100 DALK im Zeitraum zwischen 26.07.2011 und 27.01.2015 durchgeführt (87 Fälle elektiv, 13 Fälle als DALK à chaud, hierunter eine Re-DALK). Die häufigsten Indikationen waren Keratokonus (68 %), Hornhautulzera (13 %) und Hornhautnarben (13 %). Im Mittel kam es zu einem Visusanstieg von 0,83 ± 0,4 auf 0,09 ± 0,1 logMAR. In 6 Augen (6 %) konnte das Transplantat langfristig nicht erhalten werden aufgrund von ulzerierender Keratitis (n = 5, davon in n = 3 als Rezidiv) und in einem Fall aufgrund eines Bulbustraumas. Die Konversionsrate zur perforierenden Keratoplastik lag während des Beobachtungszeitraums bei 11,5 %. Bei Keratokonusaugen war ein Visusanstieg von 0,89 ± 0,4 vor der DALK auf 0,06 ± 0,1 logMAR (bestkorrigiert mit Kontaktlinse) zu verzeichnen; die Konversionsrate lag hier bei 17,6 %.

Schlussfolgerung

Die DALK stellt eine zuverlässige Technik zur Hornhauttransplantation bei unterschiedlichen kornealen Pathologien dar und vermeidet komplett das Risiko endothelialer Immunreaktionen. Insbesondere bei Keratokonus und stromalen Hornhautnarben kann die DALK als sichere Behandlungsoption mit sehr guten Ergebnissen angewendet werden.

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