Tierarzneimittel Zylexis® zur Krebsprävention und -therapie?
- 02.12.2014
- Was Patienten fragen
- Verfasst von
- A. Gaisser
- Erschienen in
- best practice onkologie | Ausgabe 6/2014
Auszug
Ist die Anwendung von Mitteln aus der Veterinärmedizin überhaupt bei Patienten zulässig? Ein häufiger nachgefragtes Beispiel ist Zylexis®, das als Inhaltsstoff inaktiviertes Parapoxvirus ovis (ORFV) enthält. Es wird bei Hunden, Katzen, Pferden, Rindern und Schweinen unterstützend in der Vorbeugung und Behandlung von Infektionen und/oder stressbedingten Erkrankungen eingesetzt (1). Die postulierte Wirkung beruht auf einer unspezifischen Anregung des Immunsystems, genauer gesagt einer Stimulierung der Lymphozytenproliferation sowie einer Induktion von antiviralen Interferonen und Interleukinen (z.B. IL-6, IL-12, TNF-α). Der Zytokinanstieg setzt laut Produktinformation bereits innerhalb von Stunden bis zwei Tagen ein und hält ungefähr 10 bis 14 Tage nach der letzten Injektion an. Außerhalb der Indikation wird Zylexis bei Tieren teilweise auch bei bösartigen Erkrankungen eingesetzt, etwa bei der Leukose oder dem Fibrosarkom der Katze. Während allerdings für die nichtonkologischen (veterinärmedizinischen) Indikationen entsprechende Studiendaten vorliegen, fehlen für die Anwendung bei Krebs wissenschaftliche Belege. …
Anzeige
- Titel
- Tierarzneimittel Zylexis® zur Krebsprävention und -therapie?
- Verfasst von
-
A. Gaisser
- Publikationsdatum
- 02.12.2014
- Verlag
- Springer-Verlag
- Erschienen in
-
best practice onkologie / Ausgabe 6/2014
Print ISSN: 0946-4565
Elektronische ISSN: 1862-8559 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s11654-014-0573-3
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.