Das Spektrum der zoophilen Dermatophyten
- 09.07.2025
- Tinea corporis
- Leitthema
- Verfasst von
- Dr. Katharina Antonia Langen
- Prof. Dr. Jochen Brasch
- Erschienen in
- Die Dermatologie | Ausgabe 10/2025
Zusammenfassung
Zoophile Dermatophyten sind Pilze, die hauptsächlich Tiere infizieren, aber auch auf den Menschen übertragbar sind. Die Übertragung erfolgt meist durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder kontaminierten Materialien wie Tierhaaren, Decken oder Bürsten. Beim Menschen verursachen zoophile Dermatophyten klassische Symptome einer Tinea: ringförmige, gerötete Hautveränderungen mit schuppendem Rand und zentraler Abblassung. Die Entzündungsreaktion ist bei zoophilen Erregern meist stärker als bei anthropophilen Pilzen, da das menschliche Abwehrsystem sie als fremder erkennt. Besonders häufig betroffen sind Kinder, Tierhalter, Landwirte oder Tierärzte. Die Diagnose erfolgt durch mikroskopische Untersuchung und Pilzkultur, ggf. auch molekulare Diagnostik. Die Therapie besteht aus topischen Antimykotika, bei ausgedehnten oder tiefen Infektionen auch systemisch, z. B. mit Terbinafin oder Itraconazol. Eine gleichzeitige Behandlung des infizierten Tieres und Unterbindung von Infektionswegen sind entscheidend, um Reinfektionen zu vermeiden. Hygienemaßnahmen und Aufklärung sind zentrale Präventionsstrategien.
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- Titel
- Das Spektrum der zoophilen Dermatophyten
- Verfasst von
-
Dr. Katharina Antonia Langen
Prof. Dr. Jochen Brasch
- Publikationsdatum
- 09.07.2025
- Verlag
- Springer Medizin
- Schlagwörter
-
Tinea corporis
Tinea capitis
Terbinafin
Itraconazol
Dermatologie - Erschienen in
-
Die Dermatologie / Ausgabe 10/2025
Print ISSN: 2731-7005
Elektronische ISSN: 2731-7013 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00105-025-05524-x
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