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07.02.2018 | Tinnitus | Leitthema | Ausgabe 5/2018

HNO 5/2018

Smartphone-App-gestützte Ansätze in der Tinnitusbehandlung

Zeitschrift:
HNO > Ausgabe 5/2018
Autor:
Prof. Dr. G. Hesse

Zusammenfassung

In den letzten Jahren werden vermehrt Anwendungen für medizinische Zwecke entwickelt und vorgestellt, so auch Applikationen („Apps“), mit denen sich in Verbindung mit Mobiltelefonen (Smartphones) eine Diagnostik und Dokumentation von Hörproblemen wie Schwerhörigkeit und Tinnitus durchführen lässt. Auch Smartphone-Apps zur Therapie, besonders für Tinnitus, wurden auf den Markt gebracht. In dieser Übersichtsarbeit wird die bislang vorliegende wissenschaftliche Literatur zu diesen Smartphone-Applikationen erörtert. Für die Tinnitustherapie wurden internetbasierte und evaluierte Angebote der Verhaltenstherapie entwickelt. Zur Behandlung von Tinnitus vorgestellte Apps verbinden akustische Stimulation und Musik oder dienen der akustischen Stimulation kortikaler Regionen im Bereich der Tinnitusfrequenz. Sie gelten zwar als sehr innovativ, jedoch wurde bislang der wissenschaftliche Nutzen ihrer Wirksamkeit noch nicht erbracht. Ein generelles Problem bezüglich der Anwendung von Smartphone-Applikationen liegt in ihrer tatsächlichen Sicherheit in Bezug auf mögliche Nebenwirkungen wie auch bezüglich des persönlichen Datenschutzes. Dennoch können Internetangebote und Apps eine sinnvolle Ergänzung multimodaler Therapieformen bilden.

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