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01.09.2009 | CME Weiterbildung · Zertifizierte Fortbildung | Ausgabe 9/2009

Der Unfallchirurg 9/2009

Tissue Engineering von Knochengewebe

Prinzipien und klinische Anwendungsmöglichkeiten

Zeitschrift:
Der Unfallchirurg > Ausgabe 9/2009
Autoren:
B. Schmidt-Rohlfing, C. Tzioupis, C.L. Menzel, Prof. Dr. H.C. Pape

Zusammenfassung

Frakturen mit einem langstreckigen Verlust von Knochengewebe stellen ein großes klinisches Problem dar. Die bisherigen Behandlungsmethoden von ausgedehnten Knochendefekten mit autologem oder auch heterologem Knochenersatz sind u. a. im Hinblick auf die Menge des verfügbaren Materials und des Einwachsverhaltens problematisch. Als Lösungsansatz bietet sich hier das Tissue Engineering an, durch das in der interdisziplinären Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachrichtungen artifizielles Knochengewebe generiert werden kann, das normalem Knochengewebe von der Funktion und Morphologie her ähnelt. Bisher sind die Möglichkeiten des Tissue Engineering noch vornehmlich auf Laboruntersuchungen beschränkt, die klinischen Applikationen sind limitiert. Der vorliegende Beitrag beschreibt die wichtigsten Scaffolds (Trägermaterialien), die derzeit für das Tissue Engineering von Knochengewebe verwendet werden, daneben Wachstumsfaktoren sowie die verwendeten Zellsysteme. Ein Schwerpunkt liegt in der Darstellung der klinischen Ansätze zur Behandlung von ausgedehnten Knochendefekten mittels gezüchteten Knochengewebes sowie der aktuellen Ergebnisse.

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