Skip to main content
main-content

30.10.2017 | Schwerpunkt: Psychokardiologie - Originalien | Ausgabe 6/2017

Psychotherapeut 6/2017

Todesangst und Brustschmerz

Affektfokussierter Zugang zu Herzpatienten

Zeitschrift:
Psychotherapeut > Ausgabe 6/2017
Autoren:
Prof. Dr. med. Matthias Michal, Jasmin Ghaemi Kerahrodi, Manfred E. Beutel
Wichtige Hinweise

Redaktion

Christoph Herrmann-Lingen, Göttingen
Christian Albus, Köln
Carsten Spitzer, Tiefenbrunn
Zu diesem Beitrag ist ein Erratum online unter https://​doi.​org/​10.​1007/​s00278-018-0289-x verfügbar.

Zusammenfassung

Etwa 20–50 % der Patienten mit einem akuten Koronarsyndrom erleben zusätzlich zum akuten Brustschmerz Todesangst. Diese umfasst Symptome, die viele Patienten auch im weiteren Verlauf nicht mehr loslassen. Todesangst und Brustschmerzen sind deshalb wichtige Themen für die Psychotherapie von Herzpatienten. Empirische Untersuchungen zur Bedeutung der Todesangst erbrachten sehr widersprüchliche Befunde: Todesangst war einerseits deutlich mit einer stärkeren psychischen Belastung assoziiert, andererseits aber auch mit einer wesentlich besseren Prognose. Für die Aufklärung dieses Widerspruchs ist ein affektfokussierter Untersuchungs- und Behandlungsansatz hilfreich. Todesangst als Reaktion auf eine lebensbedrohliche Situation ist hochgradig adaptiv und Zeichen einer gesunden Selbstfürsorge. In anderen Fällen allerdings ist Todesangst keine adaptive emotionale Reaktion, sondern Ausdruck maladaptiver Abwehrmechanismen wie beispielsweise im Rahmen einer somatischen Belastungsstörung (nach DSM-5): Somatisierung der Angst in Form von Brustschmerzen und anhaltend unangemessene Ängste und Sorgen wegen der körperlichen Symptome. Die affektfokussierte Exploration erlaubt diese Differenzierung und ermöglicht es dem Patienten, diese Unterschiede nachzuvollziehen und adaptive Verhaltensweisen aufzubauen.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

★ PREMIUM-INHALT
e.Med Interdisziplinär

Mit e.Med Interdisziplinär erhalten Sie Zugang zu allen CME-Fortbildungen und Fachzeitschriften auf SpringerMedizin.de. Zusätzlich können Sie eine Zeitschrift Ihrer Wahl in gedruckter Form beziehen – ohne Aufpreis.

Jetzt bestellen und 50 € OTTO-Gutschein sichern!

Weitere Produktempfehlungen anzeigen
Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 6/2017

Psychotherapeut 6/2017 Zur Ausgabe
  1. Ich möchte die nächsten 3 Hefte kostenlos testen.

    Wenn mir die Zeitschrift gefällt, beziehe ich nach Erhalt der Probeausgaben Psychotherapeut 6x pro Jahr für insgesamt 234 € im Inland (Abonnementpreis 205 € plus Versandkosten 29 €) bzw. 252 € im Ausland (Abonnementpreis 205 € plus Versandkosten 47 €).
    Dies entspricht einem Gesamtmonatspreis von 19,5 € im Inland bzw. 252 € im Ausland.

    Sollte ich von dieser Zeitschrift nicht überzeugt sein, informiere ich den Leserservice bis spätestens 14 Tage nach Erhalt des 3. Probeheftes.

    Alle genannten Preise verstehen sich inkl. dt. gesetzl. MwSt. In EU-Ländern gilt die jeweilige gesetzliche Mehrwertsteuer. Dadurch kann es ggf. zu Preisabweichungen bei Bestellungen aus dem Ausland kommen.

    Die Abrechnung erfolgt einmal jährlich zu Beginn des Bezugszeitraumes per Rechnung.

    Die Mindestlaufzeit dieses Abonnements beträgt ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich automatisch jährlich um jeweils ein weiteres Jahr, wenn es nicht bis spätestens 30 Tage vor Ablauf der Vertragslaufzeit gekündigt wird. Die Kündigung muss in Textform an den Leserservice erfolgen. Es gilt das gesetzliche Mängelhaftungsrecht.

    Leserservice
    Springer Nature Customer Service Center
    Tiergartenstr. 15
    69121 Heidelberg
    Tel. 06221 345-4303/Fax: 06221 345-4229
    E-Mail: leserservice@springernature.com

    ​​​​​​​

  2. Das kostenlose Testabonnement läuft nach 14 Tagen automatisch und formlos aus. Dieses Abonnement kann nur einmal getestet werden.

  3. Das kostenlose Testabonnement läuft nach 14 Tagen automatisch und formlos aus. Dieses Abonnement kann nur einmal getestet werden.

Neu in den Fachgebieten Neurologie und Psychiatrie


 

Meistgelesene Bücher in der Neurologie & Psychiatrie

  • 2016 | Buch

    Neurologie

    Das Lehrbuch vermittelt Ihnen das gesamte Neurologie-Prüfungswissen für Ihr Medizinstudium und bereitet auch junge Assistenzärzte durch detailliertes Fachwissen optimal auf die Praxis vor. Die komplett überarbeitete Auflage enthält sechs neue, interdisziplinäre Kapitel.

    Herausgeber:
    Werner Hacke
  • 2016 | Buch

    Komplikationen in der Neurologie

    Das Buch schildert Ereignisse im Rahmen der Neuromedizin, die während der Diagnostik und Therapie neurologischer Erkrankungen und Symptome auftreten können. Die Fallbeispiele sensibilisieren Sie für mögliche Risikofaktoren, um das Auftreten solcher Komplikationen zu vermeiden.

    Herausgeber:
    Frank Block
  • 2017 | Buch

    Facharztwissen Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

    Leitsymptome, Untersuchungsmethoden, Krankheitsbilder, Notfälle & Co. – mit der Neuauflage des "Facharztwissens" sind Sie auf die Facharztprüfung in Psychiatrie und Psychotherapie optimal vorbereitet. In dieser 2. Auflage sind die Kapitel zu psychosomatischen Störungen deutlich ausgebaut.

    Herausgeber:
    Prof. Dr. Dr. Frank Schneider
  • 2012 | Buch

    Kompendium der Psychotherapie

    Für Ärzte und Psychologen

    Wer in den vorhandenen Lehrbüchern der Psychotherapie den Brückenschlag zur täglichen praktischen Arbeit vermissen – ist mit diesem Werk gut bedient. In knapper, manualisierter Form werden verständlich und übersichtlich die Schritte, Techniken und konkreten, evidenzbasierten Vorgehensweisen beschrieben.

    Herausgeber:
    Prof. Dr. med. Tilo Kircher
Bildnachweise