Skip to main content
main-content

Blättern

durch die Artikel

02.11.2016 | Originalien | Ausgabe 6/2016

Rechtsmedizin 6/2016

Todesfeststellung und Reanimationsabbruch im Notarztdienst

Zeitschrift:
Rechtsmedizin > Ausgabe 6/2016
Autoren:
F. T. Fischer, I. Kutschka, S. N. Kunz, C. Grove, S. J. Lochner
Zusammenfassung
Hintergrund
Notarzt und Rettungsassistenzpersonal sind regelmäßig mit kritischen sowie eng miteinander verknüpften Problemen bei Reanimationen, Reanimationsabbrüchen und der Todesfeststellung konfrontiert. Entscheidungen für oder gegen eine Reanimation, für den Reanimationsabbruch und die Todesfeststellung gehören zu einem Grenzgebiet der Medizin, das auch rechtsmedizinische Aspekte beinhaltet.
Ziel der Arbeit
Es sollte erfasst werden, nach welchen Kriterien im Notarztdienst der Tod festgestellt bzw. Reanimationen abgebrochen wurden und wie die Dokumentation dieser Diagnosen und der therapeutischen Entscheidungen erfolgt.
Material und Methode
Zur Erhebung der Daten wurden Akten der Staatsanwaltschaft München I zu nichtnatürlichen und ungeklärten Todesfällen aus dem Zeitraum vom Januar 2015 bis zum Oktober 2015 gesichtet.
Ergebnisse
In den meisten Fällen wurde der Tod regelrecht durch sichere Todeszeichen festgestellt. Allerdings wurden in einer relativ hohen Zahl der Fälle keine sicheren Todeszeichen im Detail dokumentiert. Bei den Begründungen zum Abbruch von Reanimationsmaßnahmen ist auffällig, dass die Zeitdauer der Reanimation am häufigsten genannt wurde, jedoch wird diese nur in knapp der Hälfte auch genau dokumentiert. Häufig wurde ebenfalls nicht dokumentiert, ob nach einem Reanimationsabbruch sichere Todeszeichen eingetreten waren. Die im Zusammenhang mit Patientenverfügungen vorgefundenen Konstellationen von unterlassenen Maßnahmen und deren Begründungen erwiesen sich als erheblich verbesserungswürdig.
Schlussfolgerung
Im Rahmen dieser retrospektiven Studie wurden mehrere problematische Aspekte aufgezeigt, die – prospektiv gesehen – in der Notfallmedizin besser gehandhabt werden sollten. Sie betreffen die Bedeutung der frühen Laienreanimation zur Verkürzung des therapiefreien Intervalls, die erforderliche bessere Dokumentation von sicheren Todeszeichen und den Umgang mit Patientenverfügungen.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

★ PREMIUM-INHALT
e.Med Interdisziplinär

Mit e.Med Interdisziplinär erhalten Sie Zugang zu allen CME-Fortbildungen und Premium-Inhalten der Fachzeitschriften, inklusive eines Print-Abos.

Weitere Produktempfehlungen anzeigen
Literatur
Über diesen Artikel
  1. Ich möchte die nächsten 3 Hefte kostenlos testen.


    Sollte ich von der Zeitschrift nicht überzeugt sein, teile ich Ihnen dies bis spätestens 14 Tage nach Erhalt des dritten Heftes mit.
    Wenn ich die Zeitschrift weiterlesen möchte, brauche ich nichts zu tun und bekomme dann das Jahresabonnement dieser Zeitschrift zum Gesamtpreis von 501,- € im Inland (Abonnementpreis 474,- € plus Versandkosten 27,- €) bzw. 518,- € im Ausland (Abonnementpreis 474,- € plus Versandkosten 44,- €).
    Dies entspricht einem Gesamtmonatspreis von 41,75 € im Inland bzw. 43,17 € im Ausland.

    Die Abrechnung erfolgt einmal jährlich zu Beginn des Bezugszeitraumes per Rechnung.


    Alle genannten Preise verstehen sich inklusiver deutscher gesetzlicher Mehrwertsteuer.
    In EU-Ländern gilt die jeweilige gesetzliche Mehrwertsteuer. Dadurch kann es ggf. zu Preisabweichungen bei Bestellungen aus dem Ausland kommen.

    Die Mindestlaufzeit dieses Abonnements beträgt ein Jahr. Wenn das Jahresabonnement nicht bis spätestens 30 Tage vor Ende des Bezugszeitraumes gekündigt wird, verlängert es sich automatisch jeweils um ein weiteres Jahr.

    Es gilt das gesetzliche Mängelhaftungsrecht. 

Neu im Fachgebiet Rechtsmedizin

12.05.2017 | Schwerpunkt: Hereditäre Tumorerkrankungen | Ausgabe 3/2017 Open Access

Familiäres Mamma- und Ovarialkarzinom

12.05.2017 | Originalien | Ausgabe 3/2017

Rechtsmedizinische Untersuchungen bei Amokfällen

08.05.2017 | Schwerpunkt: Hereditäre Tumorerkrankungen | Ausgabe 3/2017 Open Access

Hereditäres Magen- und Pankreaskarzinom

04.05.2017 | Schwerpunkt: Hereditäre Tumorerkrankungen | Ausgabe 3/2017

Weichteiltumoren bei hereditären Tumorsyndromen