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01.03.2012 | Originalien | Ausgabe 2/2012

Der Pathologe 2/2012

Tracheopathia osteoplastica

Ein 100-jähriges Mysterium

Zeitschrift:
Der Pathologe > Ausgabe 2/2012
Autor:
Dr. C. Toth

Zusammenfassung

Die Tracheopathia osteoplastica ist eine seltene Erkrankung der großen Atemwege mit bislang unbekannter Genese, die durch Ausbildung unter der Mukosa liegender verknöcherter Knoten gekennzeichnet ist. Die klinischen Symptome sind unspezifisch und in den meisten Fällen durch die krankheitsbedingte Tracheal- bzw. Bronchialstenose ausgelöst. Um die Histologie dieser Krankheit besser verstehen zu können, wurde ein kleines Kollektiv aus Trachealbiopsien (4 Fälle) und Sektionsfällen (16 Fälle) erstellt. Die untersuchten Trachealbiopsien und Obduktionsmaterialien zeigten zwei Formen der Verknöcherung der Trachea: zum einen die Tracheopathia osteoplastica tuberosa – die knotenbildende Form – und zum anderen die Tracheopathia osteoplastica peripherica – die praktisch nur im Obduktionsgut diagnostiziert werden kann. Die histologischen Befunde weisen darauf hin, dass die Tracheopathia osteoplastica zu den sklerosierenden Tracheopathien gehört, wobei der degenerative Fokus, von dem der Prozess ausgeht, sich an einem ungewöhnlichen Ort (in der Mitte des Knorpelrings) befindet. Eine Knorpelneubildung konnte in keinem Fall beobachtet werden.

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