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19.03.2020 | Leitthema | Ausgabe 3/2020

coloproctology 3/2020

Transanale (3D‑)Ultraschalldiagnostik von Sphinkterdefekten und rektovaginalen Fisteln

Zeitschrift:
coloproctology > Ausgabe 3/2020
Autor:
Prof. Dr. hc (TashPMI) Dr. med. habil Mathias Löhnert

Zusammenfassung

Hintergrund

Peripartale Sphinkter- und Beckenbodenmuskelverletzungen (OASIS) werden in bis zu 30 % der Fälle übersehen und können auch langfristig Inkontinenzen verursachen. Ultraschall und Magnetresonanztomographie (MRT) können okkulte Schäden am Sphinkterapparat und muskulären Beckenboden sicher lokalisieren und identifizieren. Bei der detaillierten Befunderhebung sind endoluminale Verfahren von Vorteil.

Rektovaginale Fisteln

Die häufigste Ursache rektovaginaler Fisteln sind geburtstraumatische Verletzungen. Die Inzidenz zur Ausbildung einer rektovaginalen Fistel liegt bei 0,1–0,5 % aller Geburten. Die peripartal entstandene rektovaginale Fistel ist oft mit gleichzeitig nachweisbaren Sphinkterschäden vergesellschaftet. Die Fisteln lassen sich endosonographisch als echoarme bis echofreie Gangstrukturen darstellen, Nebengänge, Abszesse und Begleitverletzungen sind sicher zu identifizieren. Die Ostien können auch indirekt identifiziert werden.

Sphinkterdefekte

Der direkte endosonographische Nachweis muskulärer Kontinuitätsstörungen gelingt kurz nach dem traumatischen Ereignis besonders sicher. Bei Frauen müssen zur Beurteilung älterer Verletzungen oft zusätzlich indirekte Zeichen herangezogen werden: Narben stellen sich meist echoreich bis -gemischt dar und sind oft dünner als der retrahierte Sphinkter. Im verletzten Bereich ist die typische regelmäßige Fiederung des Externus meist aufgehoben oder unregelmäßig verteilt und der Sphinkterring asymmetrisch konfiguriert mit unterschiedlichen Dicken des jeweiligen Muskels. Narben im Internusbereich lassen sich in der Regel als hellere Unterbrechung des dunkleren Internusrings darstellen. Ein ventraler Gap >10 mm sowie eine anovaginale Distanz <20 mm stellen wichtige indirekte Hinweise auf einen vorliegenden Sphinkterdefekt dar.

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