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01.10.2017 | Sonderheft 6/2017

MMW - Fortschritte der Medizin 6/2017

Transmukosale Applikation von Fentanyl: sublingual, buccal, nasal — egal?

Zeitschrift:
MMW - Fortschritte der Medizin > Sonderheft 6/2017
Autor:
PD Dr. med. Michael A. Überall
Wichtige Hinweise
This article is part of a supplement not sponsored by the industry.

Interessenkonflikt

PD Dr. med. Michael A. Überall ist ehrenamtlicher Präsident der Deutschen Schmerzliga (DSL) e.V. und ehrenamtlicher Vize-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) e.V.
Dr. Überall hat Aufwandsentschädigungen für Vorträge, Beratung, etc. erhalten von: Abbvie, Almirall, Archimedes, Astra Zeneca, Bene, Berlin Chemie, Grifols, Grünenthal, Hexal, Janssen-Cilag, Menarini, Mucos, Mundipharma, Kyowa Kirin, OmniaMed, Pfizer, Pharm Allergan, Philips, Pro-Strakan, Reckitt-Benckiser, Recordati, Shionogi, Takeda und Teva.
Der Autor erklärt, dass bezüglich des vorliegenden Manuskriptes kein Interessenkonflikt besteht.

Zusammenfassung

Hintergrund

Vorübergehende Schmerzexazerbationen bei Tumorpatienten (breakthrough cancer pain, BTCP) trotz angemessen kontrollierter Dauerschmerzen sollten als eigenständiges Krankheitsbild angesehen und gezielt behandelt werden. Bei spontan auftretenden Durchbruchschmerzen gilt die transmukosale Verabreichung von Fentanyl als Mittel der ersten Wahl für eine nicht invasive Therapie. Fentanyl unterliegt bei oraler Gabe und enteraler Resorption einem starken First-Pass-Effekt, eignet sich jedoch gut für eine transmukosale Applikation z. B. auf Mund- oder Nasenschleimhaut. Derzeit stehen in Deutschland 7 verschiedene Fertigarzneimittel mit schnell verfügbarem, transmukosal applizierbarem Fentanyl in unterschiedlichen Darreichungsformen zur Verfügung.

Fragestellung und Methode

Ziel der vorliegenden Übersichtsarbeit war es, herauszufinden, welcher Patient von welcher Darreichungsform am meisten profitieren kann. Da es kaum direkte Vergleiche der Darreichungsformen untereinander gibt, wurden auch Metaanalysen und Reviews in die Bewertung einbezogen.

Ergebnisse und Schlussfolgerung

Für die oral-transmukosale Applikation von Fentanyl stehen Tabletten mit Applikator (Lutschtablette), Sublingual- und Buccaltabletten sowie ein Buccalfilm zur Verfügung, für die nasal-transmukosale Anwendung ein wässriges Fentanyl-Nasenspray sowie ein pektinhaltiges Nasenspray. Die einzelnen Präparate unterscheiden sich bezüglich ihrer pharmakologischen (wie z. B. Bioverfügbarkeit, c max und t max) und patientenrelevanten Parameter (wie z. B. Wirkeintritt, Wirkstärke und Wirkdauer) deutlich voneinander. Fentanyl-Nasenspray zeigt sich hinsichtlich schnellen Wirkeintritts und klinisch relevanter Schmerzreduktion den anderen Applikationsformen überlegen und kann daher als Option bei sich schnell entwickelnden und/oder spontan einsetzenden Tumor-Durchbruchschmerzen empfohlen werden.

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Literatur
Über diesen Artikel

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