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29.04.2019 | Stand der Wissenschaft | Ausgabe 3/2019

Zeitschrift für Herz-,Thorax- und Gefäßchirurgie 3/2019

Transplantation von reprogrammierten Zellen monozytären Ursprungs

Innovatives Konzept zur Therapie der kritischen Extremitätenischämie

Zeitschrift:
Zeitschrift für Herz-,Thorax- und Gefäßchirurgie > Ausgabe 3/2019
Autor:
Dr. R. Berndt
Wichtige Hinweise
Teile dieser Arbeit wurden bereits in zwei vorangegangenen Publikationen des Autors dargestellt [18, 23].

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Therapie der kritischen Extremitätenischämie stellt nach wie vor eine der größten Herausforderungen in der kardiovaskulären Medizin da. Neben dem Einsatz von multi- und pluripotenten Stammzellen könnte insbesondere die Anwendung reprogrammierter Monozyten („programmable cells of monocytic origin“, PCMO) die Therapie der kritischen Extremitätenischämie und der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) revolutionieren.

Ziel der Arbeit

Darstellung des aktuellen Forschungsstandes zu den Mechanismen und der klinischen Bedeutung von Zelltherapien, insbesondere der PCMO in der Therapie der kritischen Extremitätenischämie und der pAVK.

Material und Methoden

Auswertung und Präsentation der Ergebnisse bedeutender tierexperimenteller und klinischer Grundlagenarbeiten sowie aktueller Befunde eigener Studien.

Ergebnisse

Die In-vitro-Dedifferenzierung von Monozyten zu PCMO und deren Applikation stellen relativ einfache Methoden dar, die gegenüber der Stammzelltherapie zahlreiche Vorteile aufweisen und vermutlich mit weniger Risiken für den Patienten einhergehen. Mehrere Studien belegen, dass PCMO mit entsprechenden Induktionsmedien in somatische Zellen aller 3 Keimblätter transformiert werden können. Dies eröffnet ein breites Spektrum an klinischen Anwendungsmöglichkeiten, insbesondere in der Herz- und Gefäßmedizin. Auf der Basis von Zellkulturexperimenten konnte gezeigt werden, dass PCMO unter Hypoxie verschiedene proangiogenetisch und regenerativ wirksame Proteine sezernieren und eine Gefäßneubildung in vitro induzieren. In tierexperimentellen Arbeiten am ischämischen Hinterlauf der Maus konnte zudem dargestellt werden, dass die Zelltransplantation von PCMO zu einer Neubildung von Gefäßen, einer Regeneration des geschädigten Muskels sowie einer signifikanten Verbesserung der Durchblutung des Muskelgewebes führt.

Schlussfolgerung

Dementsprechend handelt es sich bei der Zelltransplantation von PCMO um einen vielversprechenden neuartigen Ansatz zur Therapie der kritischen Extremitätenischämie. Für die PCMO gibt es ein breites Spektrum an klinischen Anwendungsmöglichkeiten, insbesondere in der Herz- und Gefäßmedizin.

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