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06.08.2021 | Transsexualismus | Leitthema | Ausgabe 3/2021

Gynäkologische Endokrinologie 3/2021

Transgenderproblematik im Leistungssport

Zeitschrift:
Gynäkologische Endokrinologie > Ausgabe 3/2021
Autor:
Univ.-Prof. Dr. med. Annette Richter-Unruh
Wichtige Hinweise

Redaktion

Thomas Strowitzki, Heidelberg
Birgit Friedmann-Bette, Heidelberg
Michael von Wolff, Bern
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Zusammenfassung

Der Leichtathletikweltverband, die International Association of Athletics Federation (IAAF), hat am 19. Oktober 2019 gemeinsam mit den weiteren Internationen Weltsportverbänden neue Regeln für die Teilnahme von Transgender-Menschen im Elitesport vorgeschlagen. Für die Zulassung von Leichtathletinnen bei internationalen Wettkämpfen oder die Anerkennung eines Weltrekords, müssen die Transfrauen (nach der Geburt dem biologisch männlichen Geschlecht zugeordnet) vom Gericht als weiblich oder äquivalent anerkannt sein, der Bluttestosteronspiegel muss in den letzten mindestens 12 Monaten unter 5 nmol/l gelegen haben und kontinuierlich kontrolliert worden sein. Der Wert ist unter dem Richtwert zu halten, solange sie an internationalen Wettkämpfen teilnehmen wollen. Der Hintergrund ist, dass Testosteron, entweder endogen gebildet oder extern zugeführt, signifikante Leistungsvorteile bei biologisch weiblichen Athletinnen bietet. Auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) beschäftigt sich mit der Änderung des tradierten Menschenbildes und fördert aktiv die Akzeptanz von Intergeschlechtlichen und Transgender im Sport.

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