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19.10.2017 | Übersicht | Sonderheft 3/2017

Trauma und Berufskrankheit 3/2017

Traumatische Nervenläsionen

Diagnose und Therapieentscheidungen

Zeitschrift:
Trauma und Berufskrankheit > Sonderheft 3/2017
Autor:
Dr. S. Seddigh

Zusammenfassung

Periphere Nerven können aufgrund ihrer Nähe zu knöchernen Strukturen oder auch bei sehr oberflächlichem Verlauf bei einem Trauma oder im Rahmen operativer Eingriffe geschädigt werden. Motorische und sensible Defizite oder gelegentlich auch neuropathische Schmerzen sind die Folge. Entscheidend für die Prognose ist neben der Lokalisationsdiagnostik die Einschätzung des Schweregrades der Läsion, die sich an den Klassifikationen nach Seddon 1–3 und nach Sunderland Grad 1–5 orientiert und mithilfe der klinisch neurologischen Untersuchung, der Elektrophysiologie und bildgebenden Verfahren vorgenommen wird. Hier ist insbesondere die Nervensonographie als zunehmend interessante und aussagekräftige Methode zu erwähnen. Leicht bis mäßiggradige Nervenläsionen haben aufgrund der Regenerationsfähigkeit peripherer Nerven eine günstige Prognose, während höhergradige Nervenläsionen unter konservativen Therapiebedingungen häufig eine ungünstige Prognose haben, es kommt zu Defektheilungen. Komplette Nervendurchtrennungen müssen immer operativ behandelt werden.

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