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23.03.2016 | Traumatologie | Originalien | Ausgabe 7/2017

Der Unfallchirurg 7/2017

Verletzungen unter Alkoholeinfluss

Zeitschrift:
Der Unfallchirurg > Ausgabe 7/2017
Autoren:
Prof. Dr. W. Schneiders, G. Niemann, S. Rammelt, T. Meyner, S. Rehberg

Zusammenfassung

Hintergrund

In Deutschland werden pro Jahr pro Kopf durchschnittlich 9,5 l reinen Alkohols konsumiert. Alkohol beeinflusst bekanntermaßen die psychomotorischen Fähigkeiten. Ziel dieser Studie war es, die Häufigkeit alkoholbedingter Unfälle, die zur stationären Aufnahme führen, zu ermitteln und mit den Unfällen, die nicht unter Alkohol entstehen, zu vergleichen.

Patienten und Methode

Über einen Zeitraum von 7 Monaten wurde bei allen Patienten ( n = 1317), die nach einem Unfall aufgrund einer Verletzung stationär aufgenommen wurden, der Alkoholspiegel im Blut erfasst. Die Daten beider Gruppen (Verletzung unter Alkoholeinfluss oder ohne Alkoholeinfluss) wurden hinsichtlich des Unfallgeschehens, der medizinischen Daten und der Behandlungskosten analysiert.

Ergebnisse

Zum Vorstellungszeitpunkt wiesen 11 % ( n = 139) der stationär aufgenommenen Patienten einen positiven Blutalkoholgehalt von über 0,1 g/l mit einem durchschnittlichen Blutalkoholgehalt von 2,21 g/l auf (Frauen: 1,96 g/l, Männer: 2,28 g/l). Bei den männlichen Patienten war mit 109 Patienten nahezu jeder fünfte (19 % von n = 570) alkoholisiert, bei den Frauen nur 4 % aller stationär aufgenommenen. Bei den Patienten, die zwischen 23 Uhr und 5 Uhr stationär aufgenommen wurden, betrug der Anteil an Alkoholisierten 35 % und in der Gruppe der 20- bis 30-jährigen 24 %. Hauptverletzungsgrund alkoholisierter Personen waren Stürze (50 %, n = 70) und gewalttätige Auseinandersetzungen (18 %, n = 25). Gewalttätige Auseinandersetzungen traten bei den Nichtalkoholisierten (0,17 %, n = 2) signifikant seltener auf ( p = 0,01). Die häufigste Diagnose war jeweils das Schädel-Hirn-Trauma 1° (SHT) mit 60 % ( n = 84) bei den Alkoholisierten und 34 % ( n = 402) bei den Nichtalkoholisierten ( p = 0,04). Der stationäre Aufenthalt betrug bei den Alkoholisierten 4,3 und bei den Nichtalkoholisierten 5,6 Tage.

Schlussfolgerung

Verletzungen unter Alkoholeinfluss, die zu einer stationären Behandlung führen, sind besonders häufig unter Männern zwischen 20 und 30 Jahren. Sie führen jedoch nicht automatisch zu schwerwiegenderen Verletzungen.

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