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15.08.2017 | Originalien | Ausgabe 8/2018

Der Ophthalmologe 8/2018

Trends in der Ablatiochirurgie

Was hat sich im Vergleich zu 2001 geändert?

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 8/2018
Autoren:
Dr. C. V. Fischer, M. Kulanga, H. Hoerauf
Wichtige Hinweise
Die Onlineversion dieses Artikels wurde geändert: leider wurde der Beitrag mit fehlerhaftem englischen Titel veröffentlicht.
A correction to this article is available online at https://​doi.​org/​10.​1007/​s00347-017-0621-9.

Zusammenfassung

Einleitung

2001 wurde eine Umfrage unter Netzhautchirurgen, zur Versorgung einer rhegmatogenen Ablatio entweder mittels buckelchirurgischer Verfahren oder primärer Vitrektomie bei unterschiedlichen Ausgangssituationen durchgeführt. Aufgrund der Weiterentwicklung der Vitrektomie- und Beobachtungssysteme schien es geboten, die Umfrage zu wiederholen und ergänzt durch neue Aspekte zu aktualisieren.

Methoden

78 Netzhautoperateure im deutschsprachigen Raum wurden mittels eines Online-Fragebogens anonym zu ihrem therapeutischen Vorgehen bei standarisierten Ablatiosituationen befragt, zudem wurden allgemeine Aspekte wie Operationserfahrung, Operationsriming und Anästhesieverfahren abgefragt und die Ergebnisse ausgewertet. Es erfolgte ein Vergleich zu den Ergebnissen der Umfrage von 2001.

Ergebnisse

Nur 32,1 % der Befragten hatten bereits mehr als 1000 buckelchirurgische Eingriffe durchgeführt, hingegen 80,8 % mehr als 1000 Vitrektomien. 72,7 % verwenden hauptsächlich die 23-Gauge-, 19,5 % die 20-Gauge- und 7,8 % die 25-Gauge-Vitrektomie. 88,5 % führen Operationen auch am Wochenende und 85,90 % auch im Notdienst durch. Bei einfacher Lochkonfiguration würden sich bei phaken Patienten noch 73,1 % der Befragten für die alleinige Versorgung mittels Plombe und 7,7 % für die primäre Vitrektomie entscheiden. Kommen erschwerende Faktoren hinzu, nimmt die Bereitschaft zur primären Buckelchirurgie ab. Bei 2 benachbarten Löchern, aber noch eindeutig buckelfähiger Situation würden hingegen nur noch 56,9 % ein buckelchirurgisches Verfahren und bereits 33,3 % die primäre Vitrektomie wählen. Bei einer komplexeren, aber noch buckelfähigen Lochkonfiguration würden sich nur noch 6,4 % für einen Sklera-eindellenden Eingriff beim phaken Patienten und 71,8 % für die primäre Vitrektomie entscheiden. Im Vergleich zu den Ergebnissen von 2001 nahm damit die Bereitschaft zur Durchführung der primären Vitrektomie deutlich zu. Die Intubationsnarkose war das Anästhesieverfahren der Wahl, knapp mehrheitlich war die Versorgung am Folgetag auch bei anliegender Makula als ausreichend befundet worden.

Schlussfolgerung

In dieser Umfrage zeigte sich ein deutlicher Trend weg von der Buckelchirurgie hin zur primären Vitrektomie in der Versorgung der rhegmatogenen Ablatio retinae nicht nur bei pseudophaken Augen.

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