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29.10.2018 | Frauengesundheit in der Praxis | Ausgabe 12/2018

Der Gynäkologe 12/2018

Trichomoniasis – wer kennt sie überhaupt noch?

Zeitschrift:
Der Gynäkologe > Ausgabe 12/2018
Autor:
Prof. Dr. med. Herbert Hof
Wichtige Hinweise

Redaktion

K. Friese, Oberaudorf
G. Gille, Lüneburg
K. Schaudig, Hamburg
A. Schwenkhagen, Hamburg
Zu diesem Beitrag ist ein Kommentar online unter https://​doi.​org/​10.​1007/​s00129-019-4491-x verfügbar.

Zusammenfassung

Weltweit ist die Trichomoniasis immer noch die häufigste nichtvirale Geschlechtskrankheit. In Deutschland wird die Prävalenz ziemlich unterschätzt, weil der kulturelle Nachweis der Protozoen in Vaginalabstrichen nur eine ganz geringe Ausbeute hat und der molekularbiologische Nachweis mittels Polymerasekettenreaktion (PCR) von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht vergütet wird. Für die Therapie ist Metronidazol immer noch Mittel der Wahl, wobei die 7‑tägige Applikation zuverlässiger wirkt als die Einmalgabe. Zunehmend muss mit resistenten Stämmen gerechnet werden, sodass dann als Alternativmaßnahme die lokale Gabe von Desinfektionsmitteln, wie Povidon oder Octenidin, infrage kommt. Da Trichomonas vaginalis oft Mycoplasma hominis als Endosymbiont mit sich trägt, muss mit Doppelinfektionen gerechnet werden. Die Granulozyten spielen die wichtigste Rolle in der Infektabwehr. Da sie zu klein sind, um die Protozoen in toto zu phagozytieren, versuchen sie, mittels Trogozytose die Erreger zu schädigen.

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