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22.09.2020 | Trigeminusneuralgie | Schwerpunkt

Trigeminusneuralgie

Moderne Diagnostik und Therapie

Zeitschrift:
Der Schmerz
Autoren:
PD Dr. Ruth Ruscheweyh, PD Dr. Jürgen Lutz, PD Dr. Jan-Hinnerk Mehrkens

Zusammenfassung

Die Diagnostik und Therapie der Trigeminusneuralgie hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt. Der vorliegende Beitrag gibt eine Zusammenfassung der relevanten Aspekte aus neurologischer, neuroradiologischer und neurochirurgischer Sicht. Die Trigeminusneuralgie ist nach wie vor eine klinische Diagnose, eine qualitativ hochwertige Bildgebung ist aber obligat, um sekundäre Ursachen und einen Gefäß-Nerven-Kontakt zu identifizieren. Neue bildgebende Verfahren wie die Diffusions-Tensor-Bildgebung erlauben eine differenziertere Darstellung der Auswirkung des Kontakts auf den N. trigeminus. Carbamazepin und Oxcarbazepin sind weiterhin Mittel der ersten Wahl in der medikamentösen Behandlung. Diese wurden in den letzten Jahren um weitere Optionen ergänzt, beispielsweise Pregabalin, Lamotrigin und Onabotulinumtoxin A. Für therapierefraktäre Verläufe gibt es sehr gut wirksame neurochirurgische Verfahren. Die besten Langzeitergebnisse erbringt die mikrovaskuläre Dekompression, aber auch perkutane und radiochirurgische Verfahren haben ihren festen Platz in der Therapie, insbesondere bei erhöhtem Operationsrisiko, sekundären Formen oder Rezidiven.

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