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Klimawandel und Augenoberflächenerkrankungen

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Zusammenfassung

Hintergrund

Die Augenoberfläche ist Umwelteinflüssen besonders exponiert ausgesetzt. Bereits identifizierte Noxen sind Hitze, Lufttrockenheit, Schadstoffgase, Feinstaubpartikel und ultraviolette Strahlung.

Methoden

Anhand aktueller Literatur wird der Zusammenhang zwischen häufigen Augenkrankheiten der Augenoberfläche und verschiedenen Umweltfaktoren untersucht sowie deren Entwicklung über die Jahre analysiert.

Ergebnisse

Epidemiologische Studien für das trockene Auge und die allergische Konjunktivitis zeigen eine Steigerung der Inzidenz in den letzten Jahren. Belastende Umweltstoffe wurden als Krankheitsauslöser festgestellt. Zusätzlich gelten die verlängerte Pollensaison und die erhöhte -konzentration als Risikofaktor. Für das Pterygium zeigt sich in Bevölkerungsgruppen mit einer starken UV-Belastung eine erhöhte Prävalenz. Weitere Erkrankungen mit potenzieller Umweltpathogenese sind die akute Photokeratitis, die Photokonjunktivitis und das maligne Melanom der Konjunktiva.

Schlussfolgerung

Für Augenoberflächenerkrankungen zeigten sich in großen epidemiologischen Kohorten klimawandelabhängige Zunahmen von Inzidenzen. In den nächsten Jahrzehnten ist von einem weiteren Anstieg umweltassoziierter Noxen auszugehen. Neben Maßnahmen zur Mitigation des Klimawandels sollten daher sowohl die zugrunde liegenden Mechanismen der Krankheitsentstehung als auch neue Ansätze der Prävention und Therapie, wie z. B. Raumluftbefeuchtung, Luftfilter oder Kontaktlinsen mit UV-Filter, untersucht werden.
Titel
Klimawandel und Augenoberflächenerkrankungen
Verfasst von
Dr. med. A. V. Schilcher
G. Geerling
Publikationsdatum
07.01.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Ophthalmologie / Ausgabe 1/2025
Print ISSN: 2731-720X
Elektronische ISSN: 2731-7218
DOI
https://doi.org/10.1007/s00347-024-02167-6
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Bildnachweise
Mädchen in selbst gebauter Zeitmaschine/© Santen GmbH (Symbolbild mit Fotomodell)