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04.11.2020 | Trockenes Auge | Originalien

Streifenmeniskometrie und Schirmer-Test

Vergleichende Betrachtung in der Diagnostik des trockenen Auges

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe
Autoren:
Konrad Schulze, Rico Großjohann, Sebastian Paul, Lukas Bossaller, Frank Tost

Zusammenfassung

Hintergrund

Als Alternative zum Schirmer-Test wurde mit der Streifenmeniskometrie eine Methode vorgestellt, die gleichfalls geeignet scheint, einen Tränenvolumenmangel zu erfassen.

Methodik

In der vergleichenden, randomisierten, prospektiven klinischen Studie wurden 391 Augen von 201 Probanden abhängig von der Ausprägung der Augenoberflächenstörung 3 Gruppen zugeordnet (Gruppe 0: 225 gesunde Augen, w/m = 1,25, Alter = 50,1 ± 17,6 Jahre; Gruppe 1: 112 Augen mit milder Keratoconjunctivitis sicca (KCS), w/m = 1,38, Alter = 58,7 ± 13,9 Jahre; Gruppe 2: 54 Augen mit manifester KCS, w/m = 2,375, Alter = 52,6 ± 14,1 Jahre). Objektive Prüfparameter waren Streifenmeniskometrie, Schirmer-1-Test und Jones-Test. Der Zustand von Augenoberfläche und Tränenfilm wurde mittels Spaltlampenbiomikroskopie, lidkantenparallelen Bindehautfalten (LIPCOF) und optischer Kohärenztomografie (OCT-Meniskometrie) erfasst. Subjektive Beschwerden wurden mittels OSDI (Ocular Surface Disease Index)-Fragebogen objektiviert.

Ergebnisse

Die Resultate der Streifenmeniskometrie, des Schirmer-1-Tests, des Jones-Tests und der OCT-Meniskometrie waren bei Personen mit KCS signifikant kleiner als bei augengesunden Probanden, der OSDI war signifikant größer (p < 0,001). Die Parameter Streifenmeniskometrie, Schirmer-1-Test, Jones-Test und OCT-Meniskometrie korrelierten miteinander. Die Sensitivität und Spezifität lag bei der Streifenmeniskometrie im Bereich von 0,79–0,89 sowie 0,42–0,5.

Schlussfolgerung

Die Streifenmeniskometrie ist geeignet, einen Tränenvolumenmangel zu erfassen. Vorteilhaft ist die schnelle Durchführbarkeit (5 s pro Auge) und die gute Übereinstimmung zu etablierten Tests (z.B. Schirmer-Test). Zur Verbesserung der Spezifität muss die Streifenmeniskometrie mit anderen Untersuchungen kombiniert werden.

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