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12.06.2018 | Tuberkulose | CME | Ausgabe 6/2018

Zeitschrift für Rheumatologie 6/2018

Interpretation des Tuberkulose- und Hepatitisscreenings vor immunsuppressiver Therapie

Zeitschrift:
Zeitschrift für Rheumatologie > Ausgabe 6/2018
Autor:
PD Dr. med. B. Ehrenstein
zum Fragebogen im Kurs
Wichtige Hinweise

Redaktion

J. Wollenhaupt, Hamburg (Leitung)
O. Distler, Zürich
M. Fleck, Bad Abbach
J. Grifka, Bad Abbach

Zusammenfassung

Eine nicht erkannte latente Tuberkuloseinfektion (LTBI) kann unter einer immunsuppressiven Therapie reaktivieren und einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen. Für die Diagnosestellung der LTBI ist die Kombination einer gezielten Anamnese und körperlichen Untersuchung mit einem Interferon-Gamma Release Assay (IGRA) sowie einer Thoraxröntgenaufnahme zum Ausschluss einer aktiven Tuberkulose erforderlich. Etablierte Therapien der LTBI reduzieren das Reaktivierungsrisiko um ca. 80 %. Für das initiale Screening auf eine Hepatitis-B-Virus(HBV)-Infektion werden HBsAg und Anti-HBc bestimmt. Hierdurch können HBsAg-Träger (hohes HBV-Reaktivierungsrisiko, Indikation zur antiviralen Prophylaxe) und serologisch ausgeheilte HBV-Infektionen (niedriges HBV-Reaktivierungsrisiko, nur bei Hochrisikoimmunsuppression Einsatz einer Prophylaxe) sicher erkannt werden. Eine bisher nicht entdeckte Hepatitis-C-Virus(HCV)-Infektion mit einem durch Immunsuppression erhöhten Risiko für die Entwicklung einer Leberzirrhose kann durch Anti-HCV-Antikörper im Screening erkannt und heute ohne Interferon antiviral erfolgreich behandelt werden.

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