Positiver Interferon-γ-release-Assay und Immunsuppression – leitliniengerechtes Management der Tuberkuloseinfektion
- 05.02.2026
- Tuberkulose
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- Ärztekammer Nordrhein
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Angesichts des zunehmenden Einsatzes immunsuppressiver, vor allem zielgerichteter Therapien stellt sich häufiger die Frage, wie bei positivem Interferon-γ-release-Assay (IGRA) vorzugehen ist. Eine Tuberkuloseinfektion (TBI, früher: „latente tuberkulöse Infektion“ [LTBI]) ist klinisch inapparent und nicht ansteckend, kann jedoch insbesondere bei Immunsuppression in eine aktive Tuberkulose übergehen. Die Diagnostik umfasst einen IGRA oder Tuberkulinhauttest (THT) bei gleichzeitigem Ausschluss einer Tuberkulose mittels bildgebender und gegebenenfalls mikrobiologischer Diagnostik. Testungen mit IGRA oder THT sind bei Risikogruppen indiziert, z. B. bei Personen mit Human-immunodeficiency-virus(HIV)-Infektion, mit engem Kontakt zu Tuberkuloseerkrankten, vor Therapie mit bestimmten Immunsuppressiva sowie bei Organ- oder Knochenmarktransplantation, Dialyse oder Silikose. Eine präventive Therapie reduziert das Reaktivierungsrisiko deutlich und sollte mindestens 4 Wochen vor Beginn einer immunsuppressiven Therapie eingeleitet werden.
Nach Lektüre dieses Beitrags …
- kennen Sie die Epidemiologie der Tuberkuloseinfektion (TBI) und der Tuberkulose.
- verstehen Sie die Risikofaktoren für die Reaktivierung einer TBI.
- können Sie benennen, bei welcher Patientengruppe eine Testung auf TBI bzw. Tuberkulose indiziert ist.
- können Sie beurteilen, vor welcher immunsuppressiven Therapie eine Testung indiziert ist.
- verstehen Sie die diagnostischen Schritte zur Unterscheidung einer TBI von einer Tuberkulose.
- kennen Sie die Therapieoptionen bei einer TBI.
Diese Fortbildungseinheit mit 3 Punkten (Kategorie D) wurde von der Ärztekammer Nordrhein für das „Fortbildungszertifikat der Ärztekammer“ anerkannt und ist damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig. Anerkennung in Österreich: Für das Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP) werden die von deutschen Landesärztekammern anerkannten Fortbildungspunkte aufgrund der Gleichwertigkeit im gleichen Umfang als DFP-Punkte anerkannt.