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16.09.2015 | Panorama | Ausgabe 9/2015

Hilferuf an Killerzellen
Im Focus Onkologie 9/2015

Tumorbesiedelung durch Eosinophile

Zeitschrift:
Im Focus Onkologie > Ausgabe 9/2015
Autor:
Martin Roos
_ Viele Tumoren sind durch Eosinophile besiedelt. Diese aktivierten Eosinophile verbessern die Krebsabwehr. Mit Chemokinen und Zytokinen locken sie zytotoxische T-Zellen (CD8+) ins Tumorgewebe, die ihrerseits die Tumorzellen angreifen. Dies lässt sich womöglich in wirksamere Immuntherapien übertragen [Carretero R et al. Nat Immunol. 2015;16(6):609-17]. Mäuse, deren Eosinophile mit Antikörpern außer Gefecht gesetzt sind, wehren Tumoren nur noch schlecht ab, da auffällig wenige CD8-T-Zellen in den Tumor einwandern. Gleiches gilt, wenn die Botenstoffe der Eosinophilen mit Antikörpern abgefangen werden. Der alleinige Transfer von körpereigenen, tumorspezifischen T-Zellen hat bei krebskranken Mäusen nur geringen Einfluss auf die Tumorgröße. Werden aber gleichzeitig T-Zellen und aktivierte Eosinophile verabreicht, kommt es zu einem deutlichen Tumoransprechen. Auch leben die Mäuse länger als die Artgenossen, die nur T-Zellen erhalten. Zusätzlich verändern aktivierte Eosinophile die Mikroumgebung des Tumors zu dessen Nachteil, indem sie die Blutgefäße normalisieren und Makrophagen polarisieren. „Die Eosinophilen setzen über einen molekularen Hilferuf die Krebsabwehr in Gang“, kommentierte Günter Hämmerling in einer Pressemitteilung des DKFZ. „Möglicherweise lassen sich die zellulären Immuntherapien gegen Krebs verbessern, indem wir mehr T-Zellen in den Tumor lenken“, erklärte er. ...

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