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27.09.2016 | Tumorchirurgie | Originalien | Ausgabe 4/2017

Der Chirurg 4/2017

Magenstumpfkarzinom: Häufigkeit, Therapie, Komplikationen und Prognose

Zeitschrift:
Der Chirurg > Ausgabe 4/2017
Autoren:
H. Nienhüser, S. Blank, L. Sisic, R. Kunzmann, U. Heger, K. Ott, M. W. Büchler, T. Schmidt, Prof. Dr. A. Ulrich
Wichtige Hinweise
Die Autoren T. Schmidt und A. Ulrich haben zu gleichen Teilen zu der Arbeit beigetragen.

Zusammenfassung

Hintergrund

Magenstumpfkarzinome entstehen im Restmagen nach partieller Gastrektomie. Während die Häufigkeit des Magenkarzinoms abnimmt, bleibt die Inzidenz des Magenstumpfkarzinoms aufgrund einer langen Latenzzeit stabil. Nachdem die chirurgische Therapie von Magenulzera durch partielle Gastrektomien an Bedeutung verloren hat, entwickeln sich zunehmend Magenstumpfkarzinome nach onkologischen Resektionen.

Zielsetzung

Ziel dieser Arbeit war es, die chirurgische Therapie von Magenstumpfkarzinomen mit der von Magenkarzinomen zu vergleichen.

Material und Methoden

Von 2001 bis 2014 wurden 24 Patienten mit Magenstumpfkarzinomen an der Universitätsklinik Heidelberg operiert. Im gleichen Zeitraum wurden 428 Patienten aufgrund eines primären Magenkarzinoms operiert. Die beiden Gruppen wurden mit Bezug auf die präoperative Therapie, intraoperative Unterschiede, Komplikationen und das Gesamtüberleben verglichen.

Ergebnisse

Es zeigte sich ein höheres Erkrankungsalter bei Patienten mit Magenstumpfkarzinomen (68 vs. 62 Jahre, p = 0,03). Im Vergleich zum primären Magenkarzinom wurde häufiger der Verdacht auf einen Lymphknotenbefall (cN+) geäußert (51,4 vs. 41,7 %, p < 0,001). Eine neoadjuvante Therapie erfolgte seltener (14,3 vs. 48,7 %, p < 0,01). Bei der Resektion von Magenstumpfkarzinomen waren häufiger Eingriffserweiterungen erforderlich (54,5 vs. 28,2 %, p < 0,001). Es zeigte sich kein signifikanter Unterschied im medianen Überleben zwischen den beiden Patientengruppen (64,4 vs. 45,8 Monate, p = 0,34).

Schlussfolgerung

Trotz der beschriebenen Unterschiede unterscheidet sich die Therapie von Magenstumpfkarzinomen nicht wesentlich von der des primären Magenkarzinoms. Magenstumpfkarzinome sind deutlich häufiger lokal fortgeschritten. Eine neoadjuvante Therapie sollte unserer Meinung nach analog zum Magenkarzinom durchgeführt werden, auch wenn die Datenlage hierfür begrenzt ist.

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