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11.07.2018 | Tumorchirurgie | Leitthema | Ausgabe 10/2018

Der Onkologe 10/2018

Spätfolgen nach onkologischer Chirurgie

Zeitschrift:
Der Onkologe > Ausgabe 10/2018
Autoren:
Maria Zerche, Jens Sperling, Michael Ghadimi

Zusammenfassung

Hintergrund

Die onkologische Chirurgie erfordert oft ausgedehnte und radikale Eingriffe, die mit einem breiten Spektrum möglicher operationsbedingter Spätfolgen einhergehen.

Ziel der Arbeit

Dieser Übersichtsartikel soll wesentliche Spätfolgen onkologischer Chirurgie zusammenfassen und Präventions- und Therapieansätze aufzeigen. Beispielhaft werden Spätfolgen viszeralonkologischer Operationen am oberen und unteren Gastrointestinaltrakt sowie am Pankreas diskutiert.

Methoden

Es erfolgte eine selektive Literaturrecherche und Zusammenfassung der aktuellen Evidenz.

Ergebnisse

Das Erreichen des bestmöglichen onkologischen Ergebnisses geht häufig mit einer erhöhten postoperativen Morbidität sowie bleibenden Funktionseinschränkungen und permanenten Einbußen der Lebensqualität einher. Spätfolgen sind oft spezifisch für den jeweiligen Eingriff, wobei chronische Schmerzsyndrome und eine eingeschränkte gesundheitsbezogene Lebensqualität mit hoher Prävalenz organ- und eingriffsübergreifend auftreten. Häufige Spätfolgen nach onkologischer Chirurgie des oberen Gastrointestinaltrakts sind persistierende Beschwerden bei der Nahrungsaufnahme, postprandiale Störungen sowie respiratorische Einschränkungen. Nach Eingriffen am Pankreas steht aufgrund des Parenchymverlusts die endokrine- und exokrine Pankreasinsuffizienz im Vordergrund. Im Bereich des unteren Gastrointestinaltrakts sind persistierende Stuhlveränderungen, Defäkationsprobleme, Anastomosen- und Stomakomplikationen sowie Störungen der Blasen- und Sexualfunktion von Relevanz.

Schlussfolgerung

Herausforderung der onkologischen Chirurgie ist es, die Balance zwischen erforderlicher Radikalität und postoperativer Morbidität zu finden.

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Literatur
Über diesen Artikel

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